Ceuta: Koalitionspartner in Spanien stellt gemeinsame WM mit Marokko infrage

Datum05.08.2026 17:54

Quellewww.zeit.de

TLDRDie linke Partei Sumar, Koalitionspartner der spanischen Regierung, stellt die gemeinsame Ausrichtung der Fußball-WM 2030 mit Marokko in Frage. Grund ist die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta. Sumar hat einen Antrag im Parlament eingebracht, der eine erneute Prüfung der Kandidatur fordert. Eine Parlamentsmehrheit und eine bindende Entscheidung sind jedoch unwahrscheinlich.

InhaltDie nächste Fußball-WM der Männer soll gemeinsam von Marokko und Spanien ausgetragen werden. Wegen der Krise in der Exklave Ceuta stellt die Partei Sumar das nun infrage. Der Koalitionspartner der regierenden Sozialisten des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez hat nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta die gemeinsame Fußball-Weltmeisterschaft 2030 mit Marokko in Frage gestellt. Die linke Partei Sumar brachte einen Antrag im spanischen Parlament ein, in dem sie die zuständigen Stellen um eine erneute Prüfung des gemeinsamen Turniers mit Marokko und Portugal bat. Sumar hat mehrere Ministerposten in der Regierung inne, verfügt aber nur über 26 der 350 Sitze im Parlament. Abgesehen von der möglichen Unterstützung durch andere kleine linke Parteien erscheint eine Mehrheit für einen solchen Vorstoß zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich. Zudem wäre ein solcher Beschluss auch nicht bindend. Sumar hofft dennoch, im Parlament weitere Unterstützung dafür gewinnen zu können. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.