Datum05.08.2026 16:29
Quellewww.zeit.de
TLDRBei einem israelischen Luftangriff auf Tebnin im Südlibanon wurden ein Mensch getötet und elf weitere verletzt. Israel begründet den Angriff mit einem Verstoß der Hisbollah gegen die Waffenruhe. Derweil finden in Rom Gespräche zwischen Israel und dem Libanon zur Festigung der Waffenruhe statt. Ein Rahmenabkommen sieht den israelischen Truppenabzug und die Entwaffnung der Hisbollah vor, beides ist bislang nicht umgesetzt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Konflikt mit Hisbollah“. Lesen Sie jetzt „Libanon: Ein Toter und elf Verletzte nach Israels Angriff“. Während laufender politischer Gespräche zwischen Israel und dem Libanon greift das israelische Militär weiter im Nachbarland an. Bei einem israelischen Luftangriff auf den Ort Tebnin im Südlibanon ist ein Mensch getötet worden, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte. 12 weitere Menschen seien verletzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete, dass der Angriff das Dach der Moschee auf dem Friedhof des Ortes getroffen habe. Die israelische Armee hatte zuvor erklärt, sie habe als Reaktion auf einen nach ihrer Darstellung eindeutigen Verstoß der Hisbollah gegen die Waffenruhe mit gezielten Angriffen im Süden des Libanons begonnen. Nähere Angaben zu den angegriffenen Zielen machte das Militär nicht. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht. In der italienischen Hauptstadt Rom läuft derzeit eine siebte Gesprächsrunde zwischen israelischen und libanesischen Regierungsvertretern. Dabei geht es um die Festigung eine Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiitenorganisation ist selbst nicht an den Gesprächen beteiligt. Israel als auch die Hisbollah werfen sich gegenseitig regelmäßig Verstöße gegen die Waffenruhe vor. Israel ist weiterhin im Südlibanon stationiert und greift auch weiter an. Das jüngste Rahmenabkommen sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Beide Punkte sind bislang nicht umgesetzt. © dpa-infocom, dpa:260805-930-488434/1