Datum28.11.2025 08:12
Quellewww.spiegel.de
TLDREin 14-Jähriger in Shenzhen, China, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, nachdem er seine Klassenkameradin mit einem Klappmesser erstach. Das Gericht bezeichnete die Tat als geplant und grausam, mit besonderen verwerflichen Umständen. Der Jugendliche handelte mutmaßlich aus Neid auf die schulischen Leistungen des Opfers. Seit einer Reform 2021 können chinesische Jugendliche ab zwölf Jahren in schweren Fällen strafrechtlich voll verantwortlich gemacht werden, was zu langen Haftstrafen führen kann.
InhaltEr erstach seine gleichaltrige Klassenkameradin mit einem Klappmesser: In China muss ein Jugendlicher lebenslang ins Gefängnis. Das Gericht sprach von besonders verwerflichen Umständen bei der Tat. In China ist ein 14-Jähriger wegen vorsätzlicher Tötung an einer gleichaltrigen Mitschülerin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Mittlere Volksgericht der südchinesischen Metropole Shenzhen entzog dem Jungen laut Urteil außerdem lebenslang die politischen Rechte. Nach Angaben des Gerichts waren Täter und Opfer Klassenkameraden. Der Junge hatte sich demnach für die Tat ein Klappmesser besorgt und stach im April auf die Jugendliche mehrfach ein. Sie starb trotz Rettungsversuchen. Der Angriff ereignete sich im Eingangsbereich ihres Wohnhauses. Die Tat sei geplant gewesen und mit besonders grausamen Mitteln ausgeführt worden, hieß es weiter. Das Gericht sprach von besonders verwerflichen Umständen. Chinesische Lokalmedien hatten zuvor unter Berufung auf Ermittler berichtet, der Junge könnte aus Neid auf die guten schulischen Leistungen der Mitschülerin gehandelt und geglaubt haben, sie blicke auf ihn herab. Seit einer Reform im Jahr 2021 können junge Menschen in China ab zwölf Jahren in besonders schweren Fällen strafrechtlich voll verantwortlich gemacht und bei Tötungsdelikten zu langjährigen bis zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt werden.