Datum05.08.2026 14:45
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Rödersheim-Gronau löste eine Flasche Pikrinsäure einen Großeinsatz in einer Apotheke aus. Die Feuerwehr rückte an, Straßen wurden gesperrt und Anwohner evakuiert. Das Landeskriminalamt gab Entwarnung, da die vorschriftsmäßige Lagerung keine akute Gefahr darstellte. Die Säure, die zur Chemikalienprüfung diente, ist in trockenem Zustand oder unter 30% Wassergehalt hochexplosiv. Die Entsorgung obliegt nun einer Fachfirma.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Explosionsgefahr“. Lesen Sie jetzt „Gefährliche Säure löst Großeinsatz in Apotheke aus“. Eine Säure-Flasche hat in einer Apotheke einen Großeinsatz ausgelöst. Nach dem Fund von Pikrinsäure rückte am Dienstagnachmittag die Feuerwehr mit einem Großaufgebot in Rödersheim-Gronau (Rhein-Pfalz-Kreis) an. Die Polizei sperrte in einem Radius von 50 Metern die Straßen ab und evakuierte die Wohnanwesen im gefährdeten Bereich. Um den giftigen und hochexplosiven Stoff zu entschärfen, forderten die Behörden das Landeskriminalamt an, welche schließlich Entwarnung gaben. Aufgrund der vorschriftsmäßigen Lagerung in einem Abluftschrank habe keine akute Gefahr bestanden, sagte die Polizei. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden daraufhin beendet. Die Apothekenleitung muss die Entsorgung nun eigenständig über eine Fachfirma veranlassen. Pikrinsäure wurde in der Apotheke zur Identitätsprüfung anderer Chemikalien verwendet. Daher finden sich dort häufig noch Restbestände. In trockenem Zustand oder mit einem Wassergehalt von weniger als 30 Prozent ist die Säure hochexplosiv. Schon eine kleine Erschütterung des Behälters oder das Drehen des Verschlusses genügen, um eine Explosion auszulösen. © dpa-infocom, dpa:260805-930-487801/1