Große Waldbrände: Brände in Griechenland und den Niederlanden sind unter Kontrolle

Datum05.08.2026 12:06

Quellewww.zeit.de

TLDRGroße Waldbrände in den Niederlanden und Griechenland sind unter Kontrolle, aber noch nicht gelöscht. In den Niederlanden breitet sich ein Feuer in einem Naturschutzgebiet nicht weiter aus, wird aber durch Weltkriegsbomben erschwert. Bei Athen sind die Schäden nach Bränden sichtbar; Hunderte Häuser sind zerstört, und 80 Quadratkilometer Land sind verbrannt. Es gibt Zusagen für schnelle Hilfe und Wiederaufbau. Kleinere Brände und technische Defekte forderten auch in Deutschland Einsatzkräfte und führten zu Millionenschäden.

InhaltDas Großfeuer in einem niederländischen Naturschutzgebiet nahe Deutschland hat sich nicht weiter ausgebreitet. Bei Athen werden nach den Bränden die Schäden sichtbar. Der Großbrand im Naturschutzgebiet im Osten der Niederlande hat sich nach Angaben der Behörden nicht weiter ausgedehnt. Für eine Entwarnung sei es zu früh, aber die Lage sei beherrschbar, sagte der Sprecher der Sicherheitsregion Limburg-Nord, Erik Thijssen. "In der vergangenen Nacht gab es keine weitere Ausbreitung, die Lage ist stabil." Trotzdem würden weiterhin Löschhubschrauber der Armee eingesetzt, Hunderte Feuerwehrleute seien Tag und Nacht im Einsatz. Die Bedingungen für die Löscharbeiten sind wohl trotz hoher Temperaturen günstig. Am Dienstag hatten die sich ständig drehenden Winde die Löscharbeiten noch erschwert. Allerdings behindern Sprengstoffreste aus dem Zweiten Weltkrieg die Löscharbeiten. Der Kreis Kleve im angrenzenden Nordrhein-Westfalen geht weiterhin davon aus, dass es keine Gefahr für die Bevölkerung gibt. Einsatzkräfte aus NRW zur Verstärkung wurden nicht angefordert. Auch die großen Waldbrände westlich von Athen sind wohl unter Kontrolle, aber ebenfalls noch nicht vollständig gelöscht. Weiterhin bekämpfe die Feuerwehr sowohl am Boden als auch aus der Luft rauchende Glutherde und neu entflammende Kleinbrände, wie der Sender ERT News meldete. Den Löscharbeiten zuträglich ist der ebenfalls schwache Wind. Einige Bewohner der betroffenen Region konnten wieder in ihre Häuser zurückkehren. Die Schäden an Besitz und Natur seien bislang kaum zu überblicken. Der konservative Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte für die Region schnelle Hilfe zugesagt. Unter anderem solle eine zügige Begutachtung der rund 100 verbrannten Häuser stattfinden. Sie befinden sich vor allem im Küstenort Porto Germeno. Auch Vorbereitungen für den Beginn des Wiederaufbaus sollten zügig getroffen werden. Diskutiert wird auch ein Zuschuss für eine vorübergehende Unterkunft für Menschen, die ihr Heim verloren haben. Für Landwirte, Betriebe und Anlagen gibt es besondere Hilfen. Kaum abzusehen sind die Umweltschäden in Griechenland. Rund 80 Quadratkilometer Wald, Buschland sowie landwirtschaftliche Flächen sind verbrannt. In den vergangenen zehn Jahren verbrannten in der Region Attika rund um die Hauptstadt Athen bereits rund 200 Quadratkilometer Wald – das entspricht fast der Hälfte der Waldfläche der Region, wie die Zeitung Naftemporiki schrieb. Die Schäden in den Niederlanden sind im Vergleich zu denen bei Athen gering. Das Feuer in dem Naturschutzgebiet brennt seit Montag, die Ursache ist unbekannt. Rund 100 Hektar sind bislang betroffen. Menschen wurden nicht verletzt und auch keine Gebäude beschädigt. Ein Campingplatz mit 300 Gästen war vorsorglich evakuiert worden. Pech hatte die Feuerwehr in Borchen-Etteln im Kreis Paderborn. In der vergangenen Nacht brannten, vermutlich aufgrund eines technischen Defekts, ein Gerätehaus der Feuerwehr und drei dort abgestellte Feuerwehrfahrzeuge komplett aus. Drei Feuerwehrleute verletzten sich leicht. 150 Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Paderborn waren im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Es entstand Sachschaden in Millionenhöhe.