Datum05.08.2026 09:06
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Hamburg ist die Zahl der Sorgerechtsübertragungen für Kinder und Jugendliche im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf über 546 Fälle gestiegen. Familiengerichte ordneten dies zum Wohl der Minderjährigen an, wenn Gefahren nicht anders abgewendet werden konnten. In rund der Hälfte der Fälle wurde die Sorge komplett, in der anderen Hälfte teilweise auf das Jugendamt oder Dritte übertragen. Besonders betroffen sind Kinder unter 14 Jahren.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Kinder- und Jugendschutz“. Lesen Sie jetzt „Mehr Übertragungen von Sorgerecht in Hamburg“. Zum Wohl des Kindes haben Familiengerichte in Hamburg im vergangenen Jahr für mehr als 546 Kinder und Jugendliche die vollständige oder teilweise Übertragung der elterlichen Sorge angeordnet. Dies ist im Vergleich zu 2024 ein Anstieg um 72 Fälle oder 15 Prozent, teilte das Statistikamt Nord mit. In 49 Prozent der Fälle gab es demnach eine vollständige, in 51 Prozent eine teilweise Sorgerechtsübertragung. Nach Angaben der Statistiker waren 36 Prozent der betroffenen Minderjährigen jünger als sechs Jahre, 44 Prozent waren zwischen sechs und unter 14 Jahren alt. Die Einschränkung oder der Entzug des elterlichen Sorgerechts erfolgt den Angaben zufolge, wenn eine Gefahr für das Wohl des Minderjährigen auf andere Weise nicht abgewendet werden kann. Die elterliche Sorge kann auf das Jugendamt oder eine dritte Person übertragen werden. © dpa-infocom, dpa:260805-930-485673/1