Ifo-Umfrage: Die Autoindustrie schöpft wieder Hoffnung

Datum05.08.2026 08:44

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Stimmung in der deutschen Autoindustrie hellt sich laut Ifo-Institut auf, da sich die Auftragsbücher füllen und die Exporterwartungen steigen. Trotz Verbesserungen bleibt das Geschäftsklima negativ. Unternehmen sehen sich mit sinkenden Absätzen in China und erhöhten US-Importzöllen konfrontiert. Dies führt weiterhin zu Stellenabbau, wie BMW ankündigte, und bereits im Vorjahr einem Rückgang von 50.000 Arbeitsplätzen.

InhaltDie Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich deutlich verbessert. Laut Münchner Ifo-Institut füllen sich die Auftragsbücher und die Exporterwartungen steigen. Auftragszuwächse lassen die deutsche Autoindustrie optimistischer in die Zukunft blicken. Das Barometer für die Geschäftserwartungen sprang im Juli "weiter steil nach oben", teilte das Münchner Ifo-Institut mit. Der Index stieg nach einem Minus von 30,7 Punkten im April auf nur noch minus 0,1 Zähler. "Die Auftragsbücher füllen sich wieder etwas, und die Exporterwartungen sind ‌gestiegen", sagte Ifo-Branchenexpertin ⁠Anita Wölfl zu diesem Aufwärtstrend. Die Unternehmen bewerteten dagegen ihre Geschäftslage erneut schlecht und planen außerdem, weitere Stellen abzubauen. Das Geschäftsklima insgesamt, das sich aus Erwartungen und aktueller Geschäftslage zusammensetzt, hellte sich im Juli auf, blieb aber mit minus 15,6 Punkten tief im negativen Bereich. In ihrem Kerngeschäft machen ‌den Autobauern vor allem der stark sinkende Absatz in China und die erhöhten US-Importzölle zu schaffen. Zuletzt kündigte BMW ⁠an, Tausende ​Stellen streichen zu wollen. Allein im vergangenen Jahr sank die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie nach amtlicher Statistik um knapp ‌50.000 oder sechs Prozent auf gut 721.000. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.