Datum05.08.2026 07:00
Quellewww.zeit.de
TLDRSiemens Energy verzeichnet im dritten Quartal einen Gewinn von 1,2 Milliarden Euro, 70% mehr als im Vorjahr. Haupttreiber sind das Gasturbinen- und Netztechnikgeschäft. Erstmals seit 2022 ist auch die Windkrafttochter Siemens Gamesa profitabel, wenn auch mit sinkendem Auftragseingang. Der Konzern ist auf Kurs für sein Jahresziel von 4 Milliarden Euro Gewinn.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Energietechnik“. Lesen Sie jetzt „Siemens Energy: Endlich ist auch das Windgeschäft profitabel“. Bei Siemens Energy sprudeln die Gewinne. Im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni verdiente der Energietechnikkonzern nach Steuern 1,2 Milliarden Euro, wie er mitteilt. Das sind rund 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dazu trägt - neben der hohen Nachfrage nach Strom unter anderem durch Rechenzentren - auch bei, dass das scheinbar ewige Sorgenkind endlich aus den roten Zahlen ist. Jahrelang hatte die Windkrafttochter Siemens Gamesa den ganzen Konzern in die Verlustzone gezogen. Immer wieder sorgte sie für Gewinnwarnungen und zehrte die Erträge der anderen Sparten ganz oder zuletzt noch teilweise auf. Jetzt trägt sie zum ersten Mal seit 2022 wieder positiv zum Ergebnis bei. In Zahlen: Statt eines operativen Verlusts von 425 Millionen vor einem Jahr stehen in der Sparte nun 56 Millionen Plus zu Buche. "Wir haben Rekordwerte bei Auftragseingang, Umsatzerlösen und Profitabilität erzielt und verbesserten zugleich unsere Effizienz", sagt Siemens-Energy-Chef Christian Bruch. "Dass unser Windgeschäft erstmals seit 2022 in einem Quartal wieder profitabel ist, ist eine fantastische Leistung des Teams." Auch wenn Gamesa eine besonders starke Verbesserung hinlegte, die Gewinne stammen vor allem aus anderen Bereichen. Das Geschäft mit Gasturbinen und deren Wartung sowie die Netztechnik verbesserten ihre Ergebnisse jeweils um rund 60 Prozent auf 645 Millionen beziehungsweise 718 Millionen Euro. Transformation of Industry steuerte 218 Millionen bei - rund 39 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die hohe Nachfrage sorgte auch für Rekorde beim Quartalsumsatz, der um rund 18 Prozent auf 11 Milliarden Euro kletterte und beim Auftragseingang, der um rund 8 Prozent auf 18 Milliarden zulegte. Insbesondere aus den USA gab es viele Aufträge. Nach drei Quartalen hat Siemens Energy damit bereits 2,8 Milliarden an Gewinn eingefahren und ist auf Kurs für sein Jahresziel von rund 4 Milliarden Euro. Ein Punkt könnte dem Team um Bruch allerdings Sorgen bereiten: Die Auftragseingänge bei Gamesa sind regelrecht eingebrochen. Im dritten Quartal waren es 1,05 Milliarden - nach 4,89 vor einem Jahr. Das liegt laut Energy zwar an einem Großauftrag im Vergleichsquartal, doch das Volumen der neuen Aufträge ist sehr viel kleiner als der abgearbeitete Umsatz von 2,7 Milliarden. Und das gilt nicht nur für das dritte Quartal, sondern auch für das laufende Geschäftsjahr. Allerdings liegt der Auftragsbestand immer noch bei 31 Milliarden Euro. Ein akuter Mangel sieht anders aus. © dpa-infocom, dpa:260805-930-485269/1