Datum05.08.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDRIn Sachsen-Anhalt wirbt eine Kampagne für taktisches Wählen, um die AfD-Hochburg zu brechen. Angesichts hoher Umfragewerte der AfD soll ein Online-Tool Wähler unterstützen, ihre Stimmen strategisch zu verteilen und den Einzug kleinerer Parteien wie SPD und Grüne zu ermöglichen, um eine AfD-Mehrheit zu verhindern. In den USA werden Autos zunehmend unbezahlbar, was Millionen von Menschen in finanzielle Schwierigkeiten bringt, da sie auf sie angewiesen sind.
InhaltVor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wirbt eine Kampagne für taktisches Wählen. Wem nützt das, und was kann es bewirken? Und: Autos in den USA werden zum Luxusgut. Aktuelle Umfragen sehen die AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 41 Prozent deutlich vor der CDU mit 24 Prozent. Lange schien damit auch eine absolute Mehrheit der AfD möglich. Entscheidend könnte jedoch sein, ob kleinere Parteien wie SPD und Grüne die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Gelingt ihnen der Einzug in den Landtag, sinken die Chancen der AfD auf eine Alleinregierung. Dafür wirbt die Kampagne "Taktisch Wählen 2026" für strategisches Wählen. Über ein Onlinetool erhalten Wähler anhand ihrer Postleitzahl Empfehlungen, welche Parteien sie mit Erst- und Zweitstimme unterstützen können, um möglichst viele demokratische Stimmen in den Landtag zu bringen und eine absolute Mehrheit der AfD zu verhindern. Was taktisches Wählen tatsächlich bringt und wem es nützt, erklärt Christian Endt, stellvertretender Leiter des Ressorts Daten und Visualisierung. In den USA können sich immer mehr Menschen ihr Auto oder notwendige Reparaturen nicht mehr leisten, obwohl sie im Alltag meist darauf angewiesen sind. Die Zahl der Fahrzeugpfändungen ist auf rund drei Millionen pro Jahr gestiegen und liegt damit wieder auf dem Niveau der Finanzkrise von 2008. Ursache sind vor allem stark gestiegene Auto- und Gebrauchtwagenpreise, höhere Zinsen für Autokredite sowie steigende Kosten für Versicherungen und Benzin. Da viele Regionen kaum über öffentliche Verkehrsmittel verfügen, sind rund 80 Prozent der Beschäftigten auf das Auto angewiesen. Immer mehr Haushalte geraten dadurch in finanzielle Schwierigkeiten. Warum das Auto in den USA eine so zentrale Rolle spielt, erläutert US-Korrespondentin Heike Buchter. Und sonst so: "Latina Power"-Cap löst Debatte aus. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Imre Balzer Mitarbeit: Sophia Boodenberg, Celine Yasemin Rolle Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp.