Datum05.08.2026 03:47
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Volcán de Fuego in Guatemala ist erneut ausgebrochen und befindet sich in seiner "intensivsten Phase". Eine Asche- und Lava-Säule steigt kilometerhoch auf. Die höchste Alarmstufe wurde für drei Bezirke ausgerufen, über 1.400 Menschen wurden evakuiert und 29.000 sind betroffen. Der Flugverkehr könnte beeinträchtigt werden. Pyroklastische Ströme fließen die Hänge hinab. Touristen missachteten Aufstiegsverbote. Der Vulkan liegt auf dem seismisch aktiven Pazifischen Feuerring.
InhaltDer Volcán de Fuego ist in seiner "intensivsten Phase". In drei Bezirken Guatemalas gilt die höchste Warnstufe, Zahntausende sind von den Folgen der Ausbrüche betroffen. Der Volcán de Fuego in Guatemala ist erneut ausgebrochen. Der Vulkan rund 40 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt spuckt eine Säule aus Asche, Gasen und Lavafragmenten aus, die vier bis fünf Kilometer hoch in den Himmel steigt, wie der nationale Katastrophenschutz Conred mitteilte. Für drei Verwaltungsbezirke wurde die höchste Alarmstufe rot ausgerufen. Erste Dörfer mussten evakuiert werden. Mehr als 1.400 Menschen seien in Sicherheit gebracht worden, sagte die Leiterin von Conred, Claudinne Ogaldes. Anwohner suchten Schutz in Notunterkünften. Der Schulunterricht wurde abgesagt. Von dem Ausbruch betroffen sind laut Urízar rund 29.000 Menschen in verschiedenen Ortschaften, etwa durch den Ascheregen. Die Aschewolken dehnen sich aktuell etwa 120 Kilometer in westlicher und nordwestlicher Richtung aus und könnten den Flugverkehr in den Verwaltungsbezirken Chimaltenango und Suchitepéquez beeinträchtigen. Die höchste Alarmstufe gilt für diese beiden Regionen sowie für Escuintla. Conred rief die Bevölkerung auf, sich nicht diesem Vulkan oder den Schluchten zu nähern, die sich an seiner südöstlichen Flanke befinden. Heiße Ströme aus Gas, Asche und Gesteinsbrocken, die sogenannten pyroklastischen Ströme, fließen die Hänge des Vulkans hinunter. Dem Institut für Seismologie und Vulkanologie zufolge befindet sich der Vulkan derzeit in seiner "intensivsten Phase". Vorsichtsmaßnahmen für die Orte im Umkreis von zehn Kilometern sollten getroffen werden, teilte das Institut mit. Medienberichten zufolge sollen sich Touristen trotz eines Aufstiegsverbots auf den nahe gelegenen Vulkan Acatenango begeben haben, um von dort aus die Aktivität des Volcán de Fuego zu beobachten und Videos davon in sozialen Medien wie TikTok zu posten. Der Zugang zum Vulkan wurde später gesperrt, wie die Nationale Zivilpolizei auf X mitteilte. Der knapp 3.800 Meter hohe Feuervulkan liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der seismisch aktivsten Zone der Erde, die Länder von Asien bis Lateinamerika umspannt. Er ist zudem einer der aktivsten Vulkane Mittelamerikas. Im vergangenen Jahr gab es zwei größere Ausbrüche. Bei einer heftigen Eruption im Jahr 2018 wurden rund 200 Menschen getötet.