National Park Service: Behörde warnt vor Bau des Triumphbogens durch Donald Trump

Datum05.08.2026 00:54

Quellewww.zeit.de

TLDRDer National Park Service warnt vor Donald Trumps geplanter Errichtung eines 76 Meter hohen Triumphbogens in Washington D.C. Der Bericht besagt, dass der Bogen die Sichtachsen und die "Integrität" historischer Stätten wie der National Mall und des Lincoln Memorial beeinträchtigen würde. Trotz einer vorläufigen Genehmigung einer Bundeskommission stößt das Projekt auf Widerstand von Veteranen, Historikern und gegenwärtig auch von der Parkbehörde. Eine finale Entscheidung steht noch aus.

InhaltEine Behörde rät vom Bau des Bogens in Washington ab. Das vom US-Präsident geplante Projekt könnte die "Integrität" historischer Stätte in der Hauptstadt beeinträchtigen. Der von US-Präsident Donald Trump forcierte Bau eines riesigen Triumphbogens in Washington D. C. könnte die historische Bedeutung zahlreicher Wahrzeichen in der US-Hauptstadt beeinträchtigen. Davor warnt der National Park Service in einem Bericht. Demnach würde der Bogen etwa die Sichtachse zwischen dem Lincoln Memorial, der Memorial Bridge und dem Arlington House unterbrechen. Betroffen wären dem National Park Service zufolge unter anderem auch die National Mall, das US-Kapitol, das Washington Monument mit seinen Parkanlagen sowie der Lady Bird Johnson Park. Viele Denkmäler und historische Orte in Washington wurden über Jahrzehnte so geplant, dass sie durch Sichtachsen symbolisch miteinander verbunden sind. Der 76 Meter hohe vergoldete Monumentalbogen würde die Integrität zahlreicher historischer Stätten beeinträchtigen, weil er die "charakterprägenden visuellen und räumlichen Beziehungen" zwischen ihnen verändern würde, heißt es in dem Bericht. Erst im vergangenen Monat wurde der Bau von einer Bundeskommission vorläufig gebilligt. Der Bericht des National Park Service ist ein Rückschlag für das von Trump trotz Kritik vehement vorangetriebene Projekt, das zuletzt mehrere Genehmigungsschritte durchlaufen hatte. Die US-Regierung teilte mit, beim Bau würden sämtliche gesetzlichen Anforderungen eingehalten. Eine finale Genehmigung erteilt die National Capital Planning Commission, was der New York Times zufolge bereits beim nächsten Treffen am 3. September passieren könnte. Der geplante Triumphbogen stößt unter anderem durch eine Klage einer Gruppe von Veteranen und eines Historikers auf Widerstand. Gegner kritisieren die Größe des Bauwerks, befürchten Probleme für Verkehr und Fußgänger und argumentieren, der Kongress müsse dem Bau zustimmen, eine Auffassung, die Trump nicht teilt. Trump will die US-Hauptstadt dauerhaft prägen, der Triumphbogen ist nur eines von mehreren Vorhaben, die er angestoßen hat. So ließ er für viele Millionen Dollar etwa den sogenannten Reflecting Pool am Lincoln Memorial neu anstreichen, was für Spott sorgte, weil sich die Farbe kurz darauf wieder ablöste. Für viel Aufsehen hatte auch der Abriss des East Wing des Weißen Hauses geführt. Dort will der Präsident einen Ballsaal errichten.