Hitzewelle legt Nazi-Schiffswracks in der Donau frei

Datum04.08.2026 23:32

Quellewww.spiegel.de

TLDREine Hitzewelle hat den Wasserstand der Donau erheblich gesenkt und Nazi-Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt, insbesondere im Abschnitt des Eisernen Tors. Diese Wracks, die auf dem Rückzug der deutschen Marine versenkt wurden, um die Donau zu blockieren, ziehen Schaulustige an und stellen eine Gefahr für die Schifffahrt dar. Ein EU-finanziertes Programm ist im Gange, um einige der 21 identifizierten Wracks zu bergen.

InhaltDer niedrige Pegel der Donau hat an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg zutage gefördert. Die Wracks ziehen Schaulustige an – und behindern die Schifffahrt. Die anhaltende Hitze hat den Wasserstand der Donau so stark abgesenkt, dass in Serbien mehrere Schiffswracks der deutschen Marine aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt wurden. Wie serbische Medien berichten, kletterten Schaulustige in der Nähe des Flusshafens Prahovo auf den verwitterten Relikten der einstigen Nazi-Flotte herum. Auch in den vergangenen Jahren waren die Schiffswracks dort in besonders heißen Sommern immer wieder sichtbar geworden. Besonders in dem Donauabschnitt vor dem sogenannten Eisernen Tor – einem Durchbruchstal der Donau an der Grenze zwischen Serbien und Rumänien – häufen sich solche Wracks. Die Nazi-Marine hatte dort Teile ihrer Schwarzmeerflotte selbst versenkt. Der deutsche Flottenverband hatte sich auf dem Rückzug befunden und war von der sowjetischen Donaumilitärflottille verfolgt worden. Die rund 200 versenkten Schiffe sollten die Donau für die Verfolger unpassierbar machen. Die Wracks bei Prahovo bilden für die Donauschifffahrt bei niedrigen Wasserständen ein gefährliches Hindernis. Ein von der Europäischen Union (EU) gefördertes Programm sieht vor, besonders ungünstig platzierte alte Nazi-Schiffe nach und nach aus dem Wasser zu ziehen. Von 21 dazu ausersehenen Wracks seien bis April dieses Jahres 7 geborgen worden, berichtete die Website des staatlichen Fernsehens RTS. Wie sich der extreme Niedrigpegel am Rhein auf die Wirtschaft und die Spritpreise auswirken könnte, lesen Sie hier.