Datum04.08.2026 23:08
Quellewww.spiegel.de
TLDRIrland verzichtet auf ein israelisches Navigationssystem für seinen neuen Regierungsjet, um eine politische Haltung zu wahren. Die Entscheidung, das standardmäßig im Flugzeug verbaute "Falcon-Eye"-System von Elbit nicht zu installieren, folgt einer Ankündigung von 2024, keine israelische Ausrüstung zu kaufen, die im Zusammenhang mit dem Internationalen Strafgerichtshof und der Anerkennung Palästinas steht. Dies birgt jedoch Risiken bei schlechter Sicht. Trotz der Entscheidung enthält angeblich neu beschaffte Militärausrüstung dennoch Elbit-Produkte.
InhaltNebel und schlechtes Wetter könnten den neuen irischen Regierungsflieger außer Gefecht setzen. Denn der wurde ohne die entsprechende Technologie bestellt – offenbar, weil sie aus Israel stammt. Die Regierung der Republik Irland hat offenbar bei seinem neuen Jet auf eine Technologie verzichtet, die bei der Landung unter schwierigen Witterungsbedingungen helfen soll. Wie die irische Nachrichtenseite "The Journal" berichtet , wurde die Entscheidung offenbar aus politischen Gründen getroffen: Der Hersteller des Falcon-Eye-Systems ist die israelische Firma Elbit. Der damalige Außenminister Michaél Martin hatte 2024 angekündigt, die Republik werde keine israelische Ausrüstung kaufen. Hintergrund ist ein Urteil des Internationalen Strafgerichtshofes, das die Präsenz Israels in palästinensischen Gebieten unrechtmäßig sei. Im selben Jahr hatte Irland Palästina als Staat anerkannt. Wie "The Journal" berichtet, ist das Falcon-Eye-System Standard in diesem Typ Flugzeug. Es springt ein, wenn die Sicht beispielsweise durch Nebel oder Regen eingeschränkt ist. Die Regierung habe sich den Angaben nach gegen das System entschieden, da sie sonst einen Kaufvertrag mit der israelischen Firma hätten unterschreiben müssen. Allerdings scheint die Umsetzung des Boykotts israelischer Technologie nicht lückenlos zu funktionieren. "The Journal" gibt an, dass mehrere neu angeschaffte Militärfahrzeuge Elbit-Produkte enthalten würden.