Österreich knackt Hitzerekord, Italien ruft höchste Warnstufe für Großstädte aus

Datum04.08.2026 20:08

Quellewww.spiegel.de

TLDRItalien hat wegen Temperaturen bis zu 40 Grad die höchste Hitzewarnstufe für alle Großstädte ausgerufen, da die Hitzewelle als Gesundheitsnotstand gilt. In Österreich wurde ein Hitzerekord von 41 Grad in Wien gebrochen. Niedrige Pegelstände erschweren die Schifffahrt auf der Donau. Wissenschaftler warnen, dass menschengemachte Erderwärmung zu häufigeren Extremwetterereignissen führt.

InhaltWegen Temperaturen von bis zu 40 Grad hat die italienische Regierung die Alarmstufe Rot auf sämtliche Großstädte ausgeweitet. In Österreich wurde währenddessen ein Temperaturrekord gebrochen. Die aktuelle Hitzewelle in Italien ist laut Regierung ein potenzieller Gesundheitsnotstand. Das Gesundheitsministerium hatte die höchste Warnstufe bereits für 25 Großstädte ausgerufen, ab Donnerstag gilt sie für alle 27. Es gelte die Alarmstufe Rot: Die Hitze ist damit ein ernstes Risiko für die gesamte Bevölkerung, auch für junge und gesunde ​Menschen. Aus dem Ministerium hieß es, dies sei ‌das erste Mal in diesem Jahr, ​dass für ‌alle 27 Städte die höchste Alarmstufe gelte. Die Temperaturen ‌sind in einigen Regionen Italiens auf bis zu 40 Grad Celsius geklettert, auch in den Nächten soll es kaum unter 25 Grad abkühlen. Für Menschen in der Landwirtschaft und im Bauwesen gilt laut Regierung ein Arbeitsverbot während der heißesten Stunden des Tages. Unterstützt werde dies finanziell über Regelungen zur Kurzarbeit. In Österreich wurde am Dienstagnachmittag ein historischer Hitzerekord gebrochen. Die Temperatur im Wiener Bezirk Stammersdorf erreichte einem Sprecher der Geosphere Austria zufolge 41 Grad. Damit wurde der bisherige österreichweite Rekord aus dem Jahr 2013 übertroffen. Damals waren im niederösterreichischen Deutsch-Altenburg im Osten des Landes 40,5 Grad registriert worden. Der gesamte Juli war in Österreich – wie auch in Deutschland und weiteren Ländern Europas – ungewöhnlich heiß und trocken. Örtlich regnete es bis zu 90 Prozent weniger als üblich, wie der Wetterdienst mitteilte. Die Güterschifffahrt auf der Donau kam laut Mobilitätsministerium weitgehend zum Erliegen, auch Flusskreuzfahrten seien deutlich eingeschränkt. Grund dafür ist der extrem niedrige Wasserstand. Wie sich der extreme Niedrigpegel am Rhein auf die Wirtschaft und die Spritpreise auswirken könnte, lesen Sie hier. Nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern führt die menschengemachte Erderwärmung zu häufigeren und heftigeren Wetterextremen wie Hitze, Dürre und Unwettern. In mehreren europäischen Ländern wüten zudem Waldbrände.