Datum04.08.2026 20:01
Quellewww.zeit.de
TLDRDie anhaltende Dürre lässt die Donau stark austrocknen, wodurch im serbisch-rumänischen Grenzgebiet die Wracks von bis zu 200 deutschen Kriegsschiffen aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar werden. Diese wurden 1944 von der Wehrmacht versenkt und enthalten teilweise noch Munition. Die niedrigen Wasserstände beeinträchtigen zudem die Schifffahrt. Ähnliche Funde gab es in Frankreich, wo Waldbrände zur Entdeckung von Weltkriegsmunition führten.
InhaltIm September 1944 versenkte die Wehrmacht bis zu 200 eigene Kriegsschiffe in der Donau. Deren Wasserstand ist derzeit so niedrig, dass die Wracks zum Vorschein kommen. Der Wasserstand der Donau ist wegen der anhaltenden Dürre so niedrig, dass im Grenzfluss zwischen Serbien und Rumänien zahlreiche Wracks deutscher Kriegsschiffe aus dem Zweiten Weltkrieg wieder sichtbar werden. Die Schiffe liegen nahe der serbischen Hafenstadt Prahovo. Dort versenkte die Wehrmacht Historikern zufolge im September 1944 bis zu 200 Kriegsschiffe ihrer Schwarzmeerflotte. Ein Teil der Schiffe wurde nach dem Krieg geborgen, viele blieben jedoch auf dem Flussgrund liegen. In einigen Wracks befindet sich nach wie vor Munition. Die sinkenden Wasserstände erschweren derzeit die Schifffahrt auf der Donau. In Frankreich haben indessen Waldbrände ebenfalls zur Entdeckung von Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg geführt. Im Brandgebiet an der französischen Atlantikküste entdeckte der Kampfmittelräumdienst ein Arsenal von Weltkriegsmunition, von dessen Existenz die Bewohner jahrelang nichts gewusst hatten. In dem vom Brand schwer zerstörten Ort Le Porge waren während der Brände Explosionen zu hören und anschließend Geschosse entdeckt worden. Zunächst seien auf einem Feld 75 Granaten gefunden worden, teilten die Kampfmittelräumer mit. Später seien weitere Geschosse gefunden worden, darunter sowohl französische Mörser- als auch deutsche Panzergranaten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.