Datum04.08.2026 17:52
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Spanien wurde ein gesuchter Komplize des schwedischen Kriminellen, der als "Pablo Escobar Schwedens" bekannt ist, festgenommen. Der Mann soll Auftragskiller ausgebildet und mit Waffen versorgt haben und wird an mehreren Morden im Umfeld der organisierten Kriminalität beteiligt gewesen sein. Die Festnahme erfolgte in Sitges nach monatelanger Ermittlung durch spanische und schwedische Behörden. Schweden kämpft seit Jahren mit Bandengewalt, auch durch Rekrutierung von Minderjährigen.
InhaltEr soll Menschen getötet und Auftragskiller ausgebildet haben: Einer der meistgesuchten flüchtigen Straftäter Schwedens ist nicht mehr auf freiem Fuß. Spanien meldet seine Festnahme. Die spanische Polizei hat nach eigenen Angaben einen Mann festgenommen, der in Stockholm als Komplize des "Pablo Escobar Schwedens" gilt. Er ist dort einer der meistgesuchten flüchtigen Straftäter und soll unter anderem Auftragskiller mit Waffen versorgt und ausgebildet haben. Der Mann sei nach tagelanger Beobachtung im Badeort Sitges rund 30 Kilometer südwestlich von Barcelona gefasst worden, teilte die Nationalpolizei mit. Der Festgenommene soll demnach enge Verbindungen zu einem der bekanntesten Kriminellen Schwedens unterhalten haben – dieser gilt auch als "Pablo Escobar Schwedens" und sitzt mittlerweile im Gefängnis. Dem nun offenbar Festgenommenen wird vorgeworfen, an mehreren Morden und Tötungsdelikten im Milieu der Organisierten Kriminalität beteiligt gewesen zu sein. Nach Erkenntnissen der schwedischen Ermittler sollten die Morde rivalisierende Banden destabilisieren und Konflikte zwischen ihnen anheizen. Zudem soll der Mann junge Täter für gezielte Tötungen und organisierte Angriffe ausgebildet sowie sie mit Waffen und Sprengstoff versorgt haben. Die spanischen und schwedischen Behörden begannen im Juni 2025 gemeinsam zu ermitteln. Nach Monaten Informationsaustausch lokalisierten die Ermittler laut der Mitteilung der Policía Nacional den Gesuchten in einem Einfamilienhaus in Sitges. Weil die Behörden vermuteten, dass sich dort Waffen oder Sprengstoff befanden, griffen Spezialkräfte in den frühen Morgenstunden des Samstags zu. Schweden kämpft seit Jahren mit einer Welle schwerer Bandengewalt, bei der auch Minderjährige für Auftragsmorde rekrutiert werden. Seit dem 1. August gilt dort ein Gesetz, das für Straftaten im Zusammenhang mit organisierter Bandenkriminalität deutlich höhere Strafen vorsieht. Kritiker bezweifeln allerdings die abschreckende Wirkung der Reform. Mehr dazu, wie Schwedens Banden Jugendliche zu Auftragskillern machen, lesen Sie hier .