Datum04.08.2026 17:04
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Sensorspezialist Sick einigt sich mit dem Betriebsrat auf den Abbau von rund 450 Stellen in Südbaden, ursprünglich waren 500 geplant. Gründe sind veränderte wirtschaftliche und geopolitische Rahmenbedingungen. Davon sind 230 Stellen direkt betroffen, weitere Reduktionen erfolgen durch Fluktuation. Ein Sozialplan mit finanziellen Ausgleichsleistungen und Neuorientierungsangeboten soll die Folgen abfedern, betriebsbedingte Kündigungen sind jedoch nicht ausgeschlossen. Ende 2025 beschäftigte Sick weltweit 10.158 Mitarbeiter.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Konzern aus Südbaden“. Lesen Sie jetzt „Sensorunternehmen Sick: So soll der Stellenabbau laufen“. Der Sensorspezialist Sick hat eigenen Angaben zufolge mit dem Betriebsrat eine Einigung zum Stellenabbau in Südbaden erzielt. Statt wie Mitte April dieses Jahres kommuniziert, sollen nun rund 450 Stellen statt 500 wegfallen. Gründe für den Stellenabbau seien die seit 2023 deutlich veränderten wirtschaftlichen und strukturellen Rahmenbedingungen sowie die anhaltenden geopolitisch bedingten Marktunsicherheiten, hieß es laut Mitteilung des Unternehmens aus Waldkirch (Kreis Emmendingen). 230 Stellen sollen demnach aktiv in Südbaden abgebaut werden, hinzu komme eine weitere Reduktion durch natürliche Fluktuation und altersbedingte Austritte. Die Umsetzung erfolge auf Grundlage eines Interessenausgleichs und Sozialplans, der umfassende Unterstützungsmaßnahmen für die Betroffenen vorsehe, etwa finanzielle Ausgleichsleistungen sowie Angebote zur beruflichen Neuorientierung. Ziel sei es, die Auswirkungen für die betroffenen Mitarbeitenden bestmöglich abzufedern. Betriebsbedingte Kündigungen könnten letztlich aber nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Sick beschäftigte Ende 2025 laut dem Geschäftsbericht weltweit 10.158 Menschen, nach 11.804 Menschen zum Vorjahreszeitpunkt. 2025 lag der Umsatz bei 1,85 Milliarden Euro. © dpa-infocom, dpa:260804-930-483791/1