Datum04.08.2026 16:57
Quellewww.zeit.de
TLDRDer unterirdische Schwelbrand auf dem ehemaligen Kohlebergbaugelände bei Meuselwitz wird voraussichtlich noch Jahre andauern. Bis November soll ein vier Kilometer langes Leitungssystem Wasser zur Kühlung zuführen. Anschließend ist eine bis zu zwei Meter dicke Erdschicht geplant, deren Aufbringung zwei bis vier Jahre dauern könnte. Täglich werden rund 2.000 Kubikmeter Wasser verbraucht, um eine Ausbreitung zu verhindern. Eine 50 Meter breite Brandschneise wurde errichtet. Der Brand entstand aus Kohletrübe-Rückständen einer ehemaligen Brikettfabrik.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Schwelbrand“. Lesen Sie jetzt „Wie geht es weiter mit dem Kohlebrand bei Meuselwitz?“. Die Maßnahmen gegen den unterirdischen Schwelbrand auf dem ehemaligen Kohlebergbaugelände bei Meuselwitz werden noch längere Zeit dauern. Um die betroffene Oberfläche zu befeuchten, muss ein Leitungssystem über eine Strecke von rund vier Kilometern vom Restloch Zipsendorf bis zum Brandort aufgebaut werden, wie der Sprecher der Geschäftsführung der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), Bernd Sablotny, sagte. Das dauere nach derzeitigen Erkenntnissen bis November. Für eine erste vollständige Benetzung des rund acht Hektar großen Areals werden demnach bis zu 200.000 Kubikmeter Wasser benötigt. Anschließend soll dauerhaft eine etwa zwei Meter dicke Schicht auf die Fläche gebracht werden. Dazu fänden derzeit Abstimmungen statt. Im letzten Quartal könne dann gesagt werden, wie weiter vorgegangen werde. Demnach müssen rund 200.000 Kubikmeter Erdstoffe zum Brandort geschafft werden. "Je nachdem, in welcher Dichte wir das machen, wird das zwei bis vier Jahre dauern", erläuterte er. Derzeit gehe es vor allem darum zu verhindern, dass sich der Brand auf andere Bereiche ausweite. Täglich würden für die Sprenkleranlagen und zum Bewässern eines Grabens rund 2.000 Kubikmeter Wasser benötigt. Zudem wurde rund um das Areal eine 50 Meter breite Brandschneise errichtet. Der Schwelbrand liegt im Altenburger Land in der Nähe der Landesgrenze zu Sachsen und Sachsen-Anhalt. Der Rauch verursacht laut Unternehmen weiterhin erhebliche Geruchsbelästigungen. Am Abend findet in Meuselwitz eine Informationsveranstaltung der LMBV für die Bewohner statt. Das Areal entstand nach LMBV-Angaben in der Vergangenheit während des Betriebs einer Brikettfabrik. Dort fielen bei der Brikettherstellung große Mengen an sogenannter Kohletrübe an. Dieses lagerte sich über Jahre in einem Becken ab. Der Brand auf der stillgelegten Kohlebergbaufläche des ehemaligen Tagebaugebietes Rusendorf war am 27. Juni ausgebrochen. Nachdem der oberirdische Brand gelöscht war, wurde das Areal an die LMBV übergeben, die Eigentümerin der Fläche ist. © dpa-infocom, dpa:260804-930-483758/1