Datum04.08.2026 17:00
Quellewww.zeit.de
TLDREU-Innenminister berieten über die Ceuta-Krise, um künftige Migrationskrisen durch bessere Kommunikation und ein Frühwarnsystem zu verhindern. Parallel dazu führen niedrige Wasserstände in Europa zu Energieengpässen und Lieferkettenproblemen. Internationale Ölkonzerne verzeichnen indes Rekordgewinne, während schwere Unwetter in Deutschland für Schäden und Bahnchaos sorgen.
InhaltDie EU-Innenminister haben über die Lage in Ceuta beraten. Wer ist für die Krise verantwortlich? Und: Niedrige Pegel führen zu Energieengpässen in Rumänien und Ungarn. Die Innenminister der EU-Länder haben sich heute in einer Dringlichkeitssitzung zur Ceuta-Krise beraten. In Zukunft wollen die Mitgliedsstaaten geschlossener auftreten und besser kommunizieren. Durch ein Frühwarnsystem, das auch soziale Medien überwacht, sollen künftige Krisen verhindert werden. Vergangene Woche waren laut der spanischen Regierung rund 72.000 Menschen aus Nordafrika in die spanische Exklave Ceuta gekommen. Mindestens 75 Menschen starben dabei. Aus verschiedenen EU-Ländern gab es massive Kritik an Spaniens Migrationspolitik, Spanien beschwerte sich über Populismus und Desinformationen. Die Migranten befanden sich jedoch weder im Schengenraum noch auf europäischem Festland, inzwischen sind die meisten Menschen nach Marokko zurückgekehrt. Wurden die Wogen im europäischen Streit heute geglättet? Und was passiert nun mit den unbegleiteten Minderjährigen, die noch in Ceuta sind? Das beantwortet ZEIT-Auslandskorrespondentin Johanna Roth. Internationale Ölkonzerne profitieren von der Rohstoffknappheit infolge des Irankriegs und verzeichnen deutliche Gewinne. Der saudische Staatskonzern Aramco erwirtschaftete im zweiten Quartal 29 Milliarden US-Dollar Gewinn, ein Drittel mehr als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Den Gewinn sogar verdoppeln konnte der britische Ölkonzern BP. Gleichzeitig will das Unternehmen in Zukunft weniger erneuerbare Energien fördern und stärker auf Öl und Gas setzen. Außerdem im Update: Die niedrigen Wasserstände in Flüssen bringen die Stromversorgung in Südosteuropa in Schwierigkeiten. In Rumänien und Ungarn stehen die jeweils einzigen Atomkraftwerke wegen fehlenden Kühlwassers der Donau kurz davor, außer Betrieb genommen zu werden. Auch in Deutschland führen Donau, Rhein und Elbe wenig Wasser. Weil Frachtschiffe weniger laden müssen und sich dadurch die Transportkosten erhöhen, leidet die Industrie. Experten halten es außerdem für möglich, dass auch deutsche Kraftwerke ihre Leistung drosseln müssen. Das Problem könnte sich laut Bundesanstalt für Gewässerkunde in den kommenden Tagen noch weiter verschärfen. Und: Schwere Unwetter mit Orkanböen und Starkregen haben in mehreren Regionen in Deutschland Schäden angerichtet und Bahnchaos verursacht. Der Deutsche Wetterdienst warnt für den heutigen Nachmittag vor weiteren starken Gewittern im Südwesten. Und sonst so? Was tun, wenn sich Fledermäuse in die Wohnung verirren? Moderation und Produktion:Philip-Johann Moser Redaktion: Imre Balzer Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.