Handel: Modekette Adenauer & Co insolvent: Kanzlerenkel sieht Betrug

Datum04.08.2026 16:27

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Modekette Adenauer & Co, gegründet vom Enkel Konrad Adenauers, ist wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung insolvent. Ein Insolvenzverfahren wurde in Eigenverwaltung angeordnet. Neben wirtschaftlichen Problemen sieht Gründer Andreas Adenauer Betrug an einem türkischen Standort als Ursache. Trotz des Produkts sei es ein "Betrugsproblem". Filialschließungen werden erwartet, aber mehrere Investoren zeigen Interesse.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Handel“. Lesen Sie jetzt „Modekette Adenauer & Co insolvent: Kanzlerenkel sieht Betrug“. Die Modekette Adenauer & Co, gegründet vom Enkel des früheren Bundeskanzlers, ist insolvent. Für das Unternehmen, das in mehr als 40 Filialen Freizeitmode mit maritimem Einschlag verkauft, wurde am Amtsgericht Düsseldorf ein Insolvenzverfahren wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet, wie aus Mitteilungen auf dem Portal Insolvenzbekanntmachungen hervorgeht. Insgesamt sind fünf solcher Verfahren veröffentlicht, darunter über die Adenauer Holding GmbH. Demnach wurde ein Verfahren in Eigenverwaltung für die Firma mit Sitz in Kaarst bei Düsseldorf angeordnet und der Rechtsanwalt Holger Rhode als Sachverwalter bestellt. Zuvor hatte die "Wirtschaftswoche" berichtet. Adenauer & Co verkauft Freizeitkleidung wie Kapuzenpullis, T-Shirts und Blusen und betrieb nach eigenen Angaben zuletzt mehr als 45 Filialen in Deutschland, Österreich und Spanien. Urlauber kannten die sogenannten "Strandhäuser" etwa von den Inseln Föhr, Fehmarn und Juist. Mehr als 200 Beschäftigte sorgten für einen Umsatz von etwa 40 Millionen Euro, wie Andreas Adenauer, Enkel des früheren Bundeskanzlers Konrad Adenauer, der "Wirtschaftswoche" sagte. Dem Bericht zufolge machten dem Unternehmen nicht nur wirtschaftliche Probleme zu schaffen. Gründer Adenauer spricht zudem von Betrug von an einem Standort in der Türkei. "Es wurden Gelder veruntreut", sagte er der "Wirtschaftswoche". Er sei mit gefälschten Zahlen hinters Licht geführt worden. "Unser Problem ist nicht das Produkt. Wir hatten einBetrugsproblem", sagte Adenauer.  Wie es mit den Modehäusern nun weitergeht, ist unklar. Im Insolvenzverfahren dürften nun Filialschließungen folgen, erwartet der Firmengründer. Die Sanierungsmaßnahmen sollen im Oktober abgeschlossen sein, berichtet die "Wirtschaftswoche". Demnach sollen mehrere Investorengruppen Interesse an einem Einstieg bei Adenauer & Co. gezeigt haben. © dpa-infocom, dpa:260804-930-483588/1