Datum04.08.2026 14:11
Quellewww.zeit.de
TLDRBrandenburgs Innenminister Jan Redmann plant, das Waldbrandkompetenzzentrum trotz knapper Haushaltsmittel personell zu stärken. Ursprünglich mit sechs Mitarbeitern, soll es künftig acht feste Stellen geben. Angesichts zunehmender Extremereignisse wie Waldbränden wird das Zentrum, das sich um forstwirtschaftliche Fragen und Einsatztaktiken kümmert, als essenziell erachtet. Brandenburg hat bereits durch Brandschutzschneisen und verbesserte Technik auf die wachsende Gefahr reagiert. Das Land gilt als Waldbrand-Hotspot.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Waldbrandschutz“. Lesen Sie jetzt „Minister: Wollen Waldbrandkompetenzzentrum aufstocken“. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann will das Waldbrandkompetenzzentrum personell aufstocken. "Wir werden trotz einer sehr angespannten Haushaltslage zusätzliche Stellen vorsehen für das Waldbrandkompetenzzentrum, das in Brandenburg schon seine Arbeit aufgenommen hat", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam. Aus Nachbarbundesländern - insbesondere aus Sachsen - bestehe auch das Interesse, hier mitzuwirken und von den guten Erfahrungen zu profitieren. Bislang arbeiten im Waldbrandkompetenzzentrum nach Ministeriumsangaben sechs Mitarbeiter, die aus anderen Ministerien und Behörden abgeordnet sind. Künftig soll es dort acht feste Stellen geben. "Extreme Ereignisse werden zunehmen, darüber dürfen wir uns keine Illusionen machen", sagte Redmann. Das Waldbrandkompetenzzentrum kümmert sich etwa um forstwirtschaftliche Fragen aber auch um Einsatztaktiken für eine effektive Waldbrandbekämpfung. Brandenburg hat bereits mit mehr Waldbrandschutzschneisen, Löschwasserbrunnen und Sondertechnik auf die wachsende Waldbrandgefahr reagiert, wie Redmann sagte. Auf munitionsbelasteten Flächen in Jüterbog/Treuenbrietzen sei das Konzept der Brandschutzschneisen, an denen das Feuer zum Stehen komme, erfolgreich umgesetzt worden. "Das zeigt auch, dass bei der Bekämpfung von Waldbränden die Vorbereitung und gezielte Förderung durch das Land das A und O ist. So können Feuer schneller beherrschbar werden", sagte der Innenminister. Im Ernstfall ließen sich auch Feuerwehren aus mehreren Regionen zusammenziehen, um einen Waldbrand unter Kontrolle zu bringen. "Hierzu bestehen für jeden Tag der Waldbrandsaison Vorplanungen, die zwischen dem Innenministerium und den Landkreisen abgestimmt sind." In diesem Jahr gab es bis Ende Juli nach Angaben des stellvertretenden Waldbrandschutzbeauftragten Philipp Haase 241 Brände. Betroffen war eine Fläche von insgesamt 539 Hektar. Vor allem auf dem ehemaligen Truppenübungsgelände in Jüterbog brachen immer wieder Brände aus - zuletzt vor wenigen Tagen auf einer Fläche von 308 Hektar. Brandenburg gilt wegen ausgedehnter Kiefernwälder, geringer Niederschlagsmengen und leichter Sandböden bundesweit als ein Waldbrand-Hotspot. © dpa-infocom, dpa:260804-930-482824/1