Asiatischen Laubholzbockkäfer: Sachsen-Anhalt verstärkt Kontrolle von Laubholzbockkäfer

Datum04.08.2026 13:32

Quellewww.zeit.de

TLDRSachsen-Anhalt verstärkt die Überwachung des Asiatischen Laubholzbockkäfers in und um Magdeburg wegen hoher Temperaturen. Mehr als 300 Pheromonfallen wurden zur Früherkennung der Ausbreitung installiert, um unentdeckte Brutbäume aufzuspüren. Die Landesanstalt hofft, durch das Auffinden letzter befallener Bäume die Tilgung des aus Asien stammenden Schädlings, der heimische Laubhölzer befällt, erfolgreich abzuschließen.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Asiatischen Laubholzbockkäfer“. Lesen Sie jetzt „Sachsen-Anhalt verstärkt Kontrolle von Laubholzbockkäfer“. Wegen der hohen Temperaturen überwachen Fachleute den Asiatischen Laubholzbockkäfer in und um Magdeburg derzeit besonders intensiv. Nach Angaben der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau beginnt voraussichtlich bald die Flugphase des Schädlings.  Um seine Ausbreitung frühzeitig zu erkennen, wurden an mehr als 300 Bäumen Pheromonfallen installiert. Sie stehen im Stadtgebiet von Magdeburg sowie in Teilen der Landkreise Jerichower Land und Börde. Die Zahl der Fallen wurde im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Fallen dienen nach Angaben der Landesanstalt ausschließlich der Überwachung und nicht der Bekämpfung des Schädlings. Werden Käfer darin gefunden, gilt das als Hinweis auf bislang unentdeckte Brutbäume. Diese werden anschließend unter anderem mit Spürhunden gesucht. Ein Fund führt jedoch nicht automatisch dazu, dass Bäume gefällt werden. Bleiben die Pheromonfallen von Mitte Mai bis Ende Oktober leer, steigt den Angaben zufolge die Wahrscheinlichkeit, dass keine weiteren Käfer geschlüpft sind. "Wir finden nur noch sehr selten lebende Stadien des Schädlings und befinden uns daher weiterhin in der letzten und damit entscheidenden Phase der Tilgung in Magdeburg", sagte der zuständige Dezernatsleiter bei der Landesanstalt, Christian Wolff. "Es kommt jetzt darauf an, die letzten befallenen Bäume zu finden. Die Fallen sind hierfür eine wertvolle Unterstützung."  Die Landesanstalt bittet um die Mithilfe der Bevölkerung und weist auf die Meldepflicht bei Verdachtsfällen hin. Der Asiatische Laubholzbockkäfer wurde erstmals 2014 im Magdeburger Stadtteil Rothensee nachgewiesen. Der aus Asien stammende Käfer befällt zahlreiche heimische Laubgehölze wie Ahorn, Birke, Pappel, Weide und Rosskastanie.  Zum Schutz der heimischen Laubholzbestände gilt in und um Magdeburg eine rund 50 Quadratkilometer große Quarantänezone. Zur Bekämpfung des Schädlings gelten nach Angaben der Landesanstalt strenge Vorgaben. Dazu gehören eine Quarantänezone mit regelmäßiger Überwachung sowie die Fällung und Vernichtung potenziell befallener Bäume. © dpa-infocom, dpa:260804-930-482592/1