Datum04.08.2026 13:23
Quellewww.spiegel.de
TLDRVier Menschen wurden bei Schüssen und Stichverletzungen in Köln-Mülheim verletzt, als ein Streit zwischen zwei Familien eskalierte. Die Polizei nahm sieben Personen fest, darunter die Verletzten und drei Tatverdächtige. Die Staatsanwaltschaft prüft Haftbefehle. Köln-Mülheim, bekannt für hohe Kriminalität, hat bereits eine Waffenverbotszone.
InhaltIn Köln eskalierte offenbar ein Streit, vier Menschen wurden verletzt. Sie wurden nun festgenommen – ebenso wie drei weitere Verdächtige. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob Haftbefehle beantragt werden können. In Köln hat die Polizei nach Schüssen im Stadtteil Mülheim sieben Menschen festgenommen. Darunter sind nach Angaben der Ermittler die vier Personen, die bei einem offenbar eskalierten Streit verletzt wurden, sowie zwei 19 Jahre alte Tatverdächtige und ein 21-Jähriger. Am Montagabend kam es laut Polizei gegen 22 Uhr in Köln-Mülheim zu einer Auseinandersetzung. Nach Polizeiangaben erlitten dabei eine 39-jährige Frau und ein 42-jähriger Mann Schussverletzungen. Zwei weitere Männer, 24 und 48 Jahre alt, erlitten Stichverletzungen. Drei der vier Verletzten befinden sich demnach noch in Krankenhäusern. Die Polizei habe Hinweise, dass die Tat durch "Streitigkeiten" zwischen zwei Familien ausgelöst worden sein könnte, hieß es in einer Mitteilung . Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf und den Hintergründen sind bisher nicht abgeschlossen: Kriminalpolizisten werteten weiterhin Spuren und Zeugenaussagen aus, hieß es. Eine Mordkommission sei noch in der Nacht eingerichtet worden. Die Staatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben, ob Haftbefehle beantragt werden können. Mülheim gilt als Stadtteil mit einer der höchsten Kriminalitätsraten in Köln. Im März war dort ein Restaurantbesucher ausgeraubt worden, nachdem er mit einer Waffe bedroht wurde. In Mülheim wurde zudem 2024 die erste permanente Waffenverbotszone in Nordrhein-Westfalen eingeführt.