Datum04.08.2026 12:14
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl der Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt ist im Juli auf ein Niveau gefallen, das seit Anfang der 2010er Jahre nicht mehr erreicht wurde. Mit 134 Registrierungen ist ein Rückgang von 39% im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Innenministerin Zieschang betont, dass die Migration wieder gesteuert, geordnet und begrenzt sei und viele Schutzsuchende sich erfolgreich in die Gesellschaft integrierten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Migration“. Lesen Sie jetzt „Zahl der Asylsuchenden weiter deutlich gesunken“. In Sachsen-Anhalt sind im Juli so wenige neue Asylbewerber registriert worden wie seit Anfang des vorigen Jahrzehnts nicht mehr. 134 Zugänge wurden in dem Monat erfasst, wie das Innenministerium in Magdeburg mitteilte. Das seien 39 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und etwa 72 Prozent weniger als im Juli 2024. Zuletzt habe es im Monat Juli so wenig neue Schutzsuchende in den Jahren 2011 (91) und 2012 (154) gegeben. "Wer sich mit Blick auf die Asylzugänge die Zeit vor 2016 zurückwünscht, dem sage ich, das haben wir längst erreicht", sagte Innenministerin Tamara Zieschang (CDU). "Migration wird wieder gesteuert, geordnet und begrenzt. Das ist für das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates unverzichtbar." Die Ministerin verwies zugleich auf das Beispiel eines jungen Mannes, der 2015 als syrischer Flüchtling nach Sachsen-Anhalt kam und dem sie Ende Februar zum erfolgreichen Abschluss an der Fachhochschule Polizei gratulieren konnte. Viele Menschen, die hierzulande Schutz gefunden hätten, trügen heute Verantwortung und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwesen, so Zieschang. In diesem Jahr kamen laut Innenministerium bis Ende Juli 1.148 Asylsuchende nach Sachsen-Anhalt. Das entspricht einem Rückgang um fast 34 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025, als es noch 1.725 Menschen waren. © dpa-infocom, dpa:260804-930-482109/1