Bildungspolitik: Grüne fordern mehr Einsatz für Digitalisierung der Schulen

Datum04.08.2026 12:09

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Grünen fordern von der hessischen Landesregierung, versprochene Kürzungen bei Sprachkitas, Brennpunktschulen und Integrierten Gesamtschulen zurückzunehmen. Sie verlangen zudem einen stärkeren Einsatz für die Digitalisierung der Schulen, einschließlich der Ausstattung aller Schüler ab Klasse 7 mit Tablets und deren Integration in pädagogische Konzepte. Weiterhin kritisieren die Grünen das Agieren der Landesregierung bezüglich des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung, da dies als Chance zur besseren Förderung aller Schüler begriffen werden müsse.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Bildungspolitik“. Lesen Sie jetzt „Grüne fordern mehr Einsatz für Digitalisierung der Schulen“. Die Grünen-Opposition im Landtag hat vor dem Start ins neue hessische Schuljahr von der Landesregierung gefordert, Kürzungen bei der Bildung zurückzunehmen. Es seien 500 Stellen bei den Sprachkitas, 300 Stellen für Brennpunktschulen und 90 Stellen bei Integrierten Gesamtschulen weggefallen, rechnete die Opposition in Wiesbaden vor.  Die Landesregierung habe versprochen, dass die Kürzungen an den Schulen nur für ein Haushaltsjahr gelten sollten. "Wir fordern, dass sie ihr Wort hält", erklärten der Fraktionsvorsitzende Mathias Wagner und der bildungspolitische Sprecher Daniel May. Zudem sei es höchste Zeit, dass Hessens Schulen im digitalen Zeitalter ankommen würden, hieß es. "Der Einsatz von Tablets und moderner Lernsoftware muss endlich für unsere Schulen so selbstverständlich möglich werden wie die Nutzung von Büchern und anderem Lernmaterial", erklärten die Grünen. "Wir fordern, alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7 mit einem eigenen Tablet auszustatten und deren Nutzung fest in die pädagogischen Konzepte einzubauen." Der Schuljahresstart am nächsten Montag bringe zudem mit dem Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung eine "epochale Veränderung" an die Grundschulen, ergänzte die Opposition. Der Rechtsanspruch startet in den ersten Klassen und wird in den nächsten Jahren schrittweise ausgeweitet. "Statt diese Veränderung als Chance zu begreifen und aktiv zu gestalten, verweist der Kultusminister auf die Zuständigkeit der Kommunen", monierten die Grünen. "Das ist ebenso billig wie falsch." Ganztägig arbeitende Schulen seien ein entscheidender Faktor, um alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu fördern. © dpa-infocom, dpa:260804-930-482068/1