Datum04.08.2026 11:19
Quellewww.zeit.de
TLDRIm Rahmen eines Pilotprojekts in der Ostsee wurden 51 verlorene Fischereigeräte auf einer Fläche von 38 Quadratkilometern in der Lübecker, Flensburger und Kieler Bucht gefunden und geborgen. Die Aktion zielte darauf ab, "Geisternetze" zu beseitigen. Obwohl weniger Netze als erwartet entdeckt wurden, betonte die Fischereiministerin die Wichtigkeit der Bergung. Die Suche erfolgte durch Sonarkartierung und Taucheinsätze, wobei auch anderer Schrott und Munition gefunden wurde.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Pilotprojekt im Norden“. Lesen Sie jetzt „51 verlorene Fischereigeräte am Ostseegrund gefunden“. Auf dem Grund der Ostsee sind im Rahmen eines Pilotprojektes 51 verlorene Fischereigeräte gefunden worden. Dabei wurde eine Fläche von rund 38 Quadratkilometern - etwa die Größe von 5.300 Fußballfeldern - vor allem in der Lübecker Bucht, der Flensburger Förde und der Kieler Bucht durchsucht, wie die Schleswig-Holsteinischen Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt mitteilten. Insgesamt fanden die Teams 39 Stellnetzfragmente, elf Aalröhren-Leinen und eine Reuse. "Jedes Netz, was im Wasser verloren geht, ist eins zu viel", sagte Fischereiministerin Cornelia Schmachtenberg (CDU) bei einer Pressekonferenz in Kiel. Allerdings seien bei dem Projekt etwas weniger Fischereinetze gefunden worden als zunächst vermutet. Zudem habe jeder Fischer und jede Fischerin ein Interesse, die Netze zu behalten und so wenig wie möglich zu verlieren - allein aus wirtschaftlichem Interesse. Bisher wurden den Angaben der Ministerien nach 41 der verloren gegangenen Fischereigeräte geborgen. Eine Kombination aus Sonarkartierung, Taucheinsätzen und gezielter Bergung führte demnach zum Erfolg. Taucherinnen und Taucher überprüften dabei 185 Verdachtspunkte. Meist stießen sie dabei nicht auf verlorene Fischereigeräte, sondern etwa auf Metallschrott, Holz-, Beton- oder Munitionsreste. Das Projekt konzentrierte sich dabei auf Gebiete mit traditionell hoher fischereilicher Aktivität. © dpa-infocom, dpa:260804-930-481732/1