Datum04.08.2026 09:08
Quellewww.zeit.de
TLDRDie anhaltende Trockenheit im Südwesten führt zu extrem niedrigen Grundwasserständen, die weiter sinken. Laut LUBW befinden sich 52 Prozent der Messstellen unter dem Normalbereich, Tendenz steigend. Sickerungen zum Grundwasser blieben im Juli aus. Sollte sich die Wetterlage nicht ändern, drohen im Jahresverlauf Wasserknappheit und Engpässe, besonders in Quellwassergebieten. Großräumige Versorgungsengpässe sind vorerst nicht absehbar.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Trockenheit“. Lesen Sie jetzt „Grundwasserstände wegen Trockenheit extrem niedrig“. Die anhaltende Trockenheit fordert ihren Tribut und führt im Südwesten zu weiter niedrigen Grundwasserverhältnissen mit rückläufiger Tendenz. Sollte es mit dem Wetter so weitergehen, könne es im weiteren Verlauf des Jahres zu zunehmenden Beschwerlichkeiten in Spitzenverbrauchszeiten kommen sowie zu Wasserknappheit in Gebieten, die vorwiegend mit Quellwasser versorgt werden. Das berichtete die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe. Es habe im Juli keine Sickerungen zum Grundwasser gegeben. Niedrige Verhältnisse würden in allen Landesteilen gemessen und seien deutlich rückläufig. "Mittlerweile bewegen sich 52 Prozent der Messstellen unterhalb des Normalbereichs auf niedrigem Niveau", hieß es. Anfang Juli seien es noch 36 Prozent gewesen. An einem Drittel der Messstellen lägen die aktuellen Werte unter den bisherigen Juli-Niedrigstwerten aus den vergangenen 30 Jahren. Noch seien großräumige Engpässe in der Wasserversorgung aber nicht absehbar. Für die Bewertung berücksichtigt die LUBW die aktuelle Situation, setzt sie in Bezug zur bisherigen Entwicklung und erstellt Prognosen. Dabei werden Faktoren herangezogen wie Bodenfeuchte, meteorologische Daten wie Temperatur und Niederschläge sowie der bisherige saisonale gewässerkundliche Jahresverlauf der Messstellen. © dpa-infocom, dpa:260804-930-481054/1