Datum04.08.2026 08:49
Quellewww.zeit.de
TLDRIn St. Ingbert läuft ein Einsatz wegen des Verdachts auf unsachgemäßen Umgang mit natürlich vorkommenden, radioaktiven Mineralien. Diese können bei mechanischer Verarbeitung gesundheitsgefährdende Stäube freisetzen. Es besteht keine Gefahr für die Öffentlichkeit. Spezialkräfte sind vor Ort, um die Situation zu bewerten und zu sichern. Maßnahmen richten sich gegen einen 24-Jährigen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Notfälle“. Lesen Sie jetzt „Einsatz wegen radioaktiver Mineralien in St. Ingbert“. Im saarländischen St. Ingbert läuft zurzeit ein Einsatz wegen radioaktiver Mineralien. "Nach ersten Ermittlungen soll es sich um in der Natur vorkommendes Gesteinsmaterial handeln, das über eine natürliche Radioaktivität verfügt und mit weiteren Schwermetallen verunreinigt sein kann", schreibt die Landespolizei Saarland. "Bei mechanischer Verarbeitung können sowohl die Schwermetalle als auch radioaktive Partikel freigesetzt werden." Die dabei entstehenden Stäube bergen laut Polizei bei direktem ungeschütztem Kontakt ein Gesundheitsrisiko. "Über Art und Klassifizierung der Stoffe können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine näheren Angaben getätigt werden." Die Maßnahmen richten sich demnach gegen einen 24 Jahre alten Mann aus St. Ingbert wegen des Verdachts des unsachgemäßen Umgangs mit radioaktiven Mineralien. "Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Gefahr für die allgemeine Öffentlichkeit", hieß es. Die eingeleiteten Maßnahmen dienten dazu, "eine mögliche Gefährdung frühzeitig zu erkennen, fachgerecht zu bewerten und erforderlichenfalls zu beseitigen". Es seien auch sogenannte CBRN*-Einheiten im Einsatz - Spezialkräfte zur Abwehr chemischer, biologischer, radiologischer und nuklearer Gefahren. "Sollten im Zuge der Maßnahmen weitergehende Schutzmaßnahmen erforderlich werden, werden die betroffenen Personen unmittelbar informiert", schrieb die Polizei. "Hierfür besteht nach aktuellem Stand jedoch keine Veranlassung." © dpa-infocom, dpa:260804-930-480973/1