Datum04.08.2026 06:00
Quellewww.zeit.de
TLDREU-Innenminister beraten über die Lage an Europas Außengrenzen, ausgelöst durch Kritik an Spaniens Migrationspolitik und der Ankunft Zehntausender Menschen in Ceuta. Italien, Finnland und Dänemark fordern Einschränkungen. Gleichzeitig berät der Podcast über die Integration von KI in Alltagsgeräte wie Smart Glasses, die heimliches Filmen ermöglichen und Datenschutzbedenken aufwerfen.
InhaltDie EU-Innenminister beraten über Europas Außengrenzen. Herrscht dort Krise? Und: Wenn die Brille heimlich mitfilmt. Am Dienstag beraten die EU-Innenminister in einer Dringlichkeitssitzung über die Entwicklungen in Ceuta. Auslöser ist ein Brief, in dem 22 EU-Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, Kritik an der spanischen Migrationspolitik äußern. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat zudem vorgeschlagen, den freien Personenverkehr mit Spanien einzuschränken, und bereits Kontrollen im Flug- und Schiffsverkehr eingeführt. Finnland und Dänemark unterstützen ihr Vorgehen. In der vergangenen Woche waren zeitweise Zehntausende Menschen aus Marokko in die spanische Exklave gelangt. Fast alle haben Ceuta inzwischen wieder verlassen. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez weist die Kritik zurück und betont, dass Ceuta rechtlich nicht zum Schengenraum gehöre. Eine unkontrollierte Weiterreise aufs spanische Festland sei deshalb ausgeschlossen. Wie angespannt ist die Lage an den europäischen Außengrenzen wirklich? Das beantwortet Auslandsredakteur Alexander Kauschanski im Podcast. Fast alle großen Techkonzerne arbeiten daran, künstliche Intelligenz in Alltagsgeräte zu integrieren. Meta setzt dabei auf Smart Glasses, die gemeinsam mit der Brillenmarke Ray-Ban entwickelt werden. Die Brillen können Musik abspielen, Anrufe ermöglichen – sowie Fotos und Videos aufnehmen. Acht Millionen Stück hat Meta im vergangenen Jahr verkauft. Doch die Technik kann auch zum Problem werden: In sozialen Netzwerken tauchen immer wieder Videos auf, in denen Menschen, oft Frauen, offenbar ohne ihr Wissen gefilmt werden. Wirtschaftsredakteurin Johanna Jürgens erklärt, was beim Filmen in der Öffentlichkeit erlaubt ist, warum Betroffene die Aufnahmen häufig nicht bemerken und wie Meta gegen heimliches Filmen vorgehen will. Und sonst so? 150 PS gegen ein PS Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Susanne Hehr und Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.