Populärer Messenger: Telegram-App verschwand kurz aus iPhone-App-Store

Datum04.08.2026 04:56

Quellewww.zeit.de

TLDRDie Telegram-App war kurzzeitig aus dem Apple App Store verschwunden, ohne dass offizielle Erklärungen von Apple oder Telegram vorlagen. Die App blieb auf Android und Mac verfügbar. Telegram stand in der Vergangenheit wegen Vorwürfen des Missbrauchs durch Kriminelle und Extremisten in der Kritik. Die App spielt eine wichtige Rolle im Ukraine-Konflikt, und Gründer Pawel Durow wurde kürzlich in Russland auf eine Terroristen-Liste gesetzt, nachdem Behauptungen aufkamen, Telegram werde von ukrainischen Geheimdiensten genutzt.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Populärer Messenger“. Lesen Sie jetzt „Telegram-App verschwand kurz aus iPhone-App-Store“. Die App des Messaging-Dienstes Telegram ist in der Nacht zum Dienstag für kurze Zeit aus der Download-Plattform für Apples iPhone verschwunden. Von Apple gab es zunächst keine Erklärung dazu, auch Telegram und der aus Russland stammende Gründer Pawel Durow machten in ihren Social-Media-Accounts keine Angaben zu den Gründen. In Googles Download-Plattform für Android-Smartphones - und auch für Apples Mac-Computer - blieben die Telegram-Apps verfügbar In den vergangenen Jahren gab es verschiedene Kontroversen um Telegram. So wurde Durow 2024 in Frankreich wegen des Vorwurfs festgenommen, dass Telegram nicht ausreichend gegen den Missbrauch durch Kriminelle vorgehe. Die Behörden in Australien starteten ein Verfahren gegen Telegram wegen Vorwürfen, dass der Messaging-Dienst extremistische Beiträge nicht entdeckt und entfernt habe.  Telegram spielt zugleich eine wichtige Rolle unter anderem im Ukraine-Konflikt, weil beide Seiten über den Dienst Informationen zum Verlauf des russischen Angriffskrieges veröffentlichen. In Russland wurde Durow vergangene Woche auf eine Terroristen-Liste gesetzt. Ein Hintergrund waren Behauptungen, dass Telegram von ukrainischen Geheimdiensten genutzt werde, um Kontakt zu Russen anzubahnen. Telegram ist in Russland zwar blockiert, aber kann über verschlüsselte VPN-Verbindungen genutzt werden, die den Aufenthaltsort der Nutzer verschleiern. © dpa-infocom, dpa:260804-930-480364/1