Datum03.08.2026 21:50
Quellewww.zeit.de
TLDRUnionsfraktionschef Thorsten Frei spricht sich dafür aus, die Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier nicht ausschließlich auf Frauen zu beschränken, obwohl er eine weibliche Kandidatin begrüßen würde. Er plädiert für eine offene Auswahl und eine Entscheidung im Herbst 2027, nach den Landtagswahlen, wenn die Zusammensetzung der Bundesversammlung feststeht. Steinmeier scheidet nach zwei Amtszeiten aus.
InhaltUnionsfraktionschef Thorsten Frei relativiert die Forderungen nach einer Frau im höchsten Staatsamt. Er wolle sich nicht nur auf Kandidatinnen festlegen. Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) will die Auswahl für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht auf Frauen eingrenzen. "Aus meiner Sicht muss beides möglich sein", sagte Frei dem Sender Welt-TV. Es spreche zwar "sicherlich einiges dafür, dass das Amt auch einmal von einer Frau ausgeführt wird", dies sei aber nicht unumstößlich: "Wir sollten da offen rangehen." Zugleich warnte Frei vor zu schnellen Festlegungen für Kandidierende und plädierte für eine Entscheidung im Herbst, nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Erst dann stehe die Zusammensetzung der Bundesversammlung fest, sodass man über Mehrheiten nicht mehr spekulieren brauche. Am 30. Januar 2027 wird das nächste deutsche Staatsoberhaupt von der Bundesversammlung gewählt. Bundespräsident Steinmeier darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.