Datum03.08.2026 19:34
Quellewww.zeit.de
TLDRDas Jugendamt in Finsterwalde hat nach einem Angriff auf eine Mitarbeiterin, bei dem Feuer gelegt wurde, wieder geöffnet. Persönliche Termine sind nur nach Vereinbarung möglich. Ein Wachschutz ist im Einsatz und die Haupteingänge bleiben geschlossen. Bauliche Sicherheitsverbesserungen werden geprüft. Der Verdächtige befindet sich in Untersuchungshaft wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Es wird vermutet, dass der Angriff mit Meinungsverschiedenheiten über eine Kindeswohlgefährdung zusammenhängt.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Nach Angriff“. Lesen Sie jetzt „Jugendamt in Finsterwalde nach Angriff wieder geöffnet“. Mehr als zwei Wochen nach dem Angriff auf eine Mitarbeiterin im südbrandenburgischen Finsterwalde (Elbe-Elster-Kreis) hat das Jugendamt wieder regulär geöffnet. Persönliche Termine für die Sprechzeiten dienstags und donnerstags sind allerdings nur nach vorheriger Vereinbarung möglich, wie der Landkreis mitteilte. Darüber hinaus gebe es in Finsterwalde sowie am Standort Bad Liebenwerda einen Wachschutz, um Besucherinnen und Besucher zu schützen. "Unabhängig von den Sprechzeiten bleiben die Haupteingänge der Gebäude geschlossen. Zutritt erhalten ausschließlich Bürgerinnen und Bürger, die vorab einen Termin vereinbart haben", hieß es in der Mitteilung des Landkreises weiter. Nach den Angaben wird zudem geprüft, ob in den Gebäuden bauliche und organisatorische Verbesserungen zur Sicherheit für Beschäftigte und Besucher erfolgen. Eine Außenstelle der Kreisverwaltung Elbe-Elster hatte bereits wenige Tage nach dem Angriff am 21. Juli den Dienstbetrieb schrittweise wieder aufgenommen - mit Sicherheitsdienst und Terminabsprache. Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes war am 16. Juli in Finsterwalde während der Sprechzeit von einem Besucher angegriffen worden. Er legte ein Feuer im Büro der Mitarbeiterin. Bei dem Streit, der eskalierte, soll es um das Thema Kindeswohl gegangen sein. Laut Polizei waren vier Menschen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gekommen. Die Polizei hatte einen Verdächtigen kurze Zeit später festgenommen. Der Mann befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftantrag gestellt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes. Zu den Hintergründen machten die Ermittlungsbehörden bislang keine Angaben. Nach Aussagen von Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) soll es um unterschiedlichen Ansichten über eine Kindeswohlgefährdung gegangen sein. © dpa-infocom, dpa:260803-930-479541/1