Rentenreform: Rehlinger und Schweitzer gegen Abschaffung der Rente mit 63

Datum03.08.2026 19:20

Quellewww.zeit.de

TLDRDie saarländische Regierungschefin Anke Rehlinger und der rheinland-pfälzische SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer lehnen die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren ab. Sie widerspricht dem Respekt vor lebenslanger Leistung und erschwert Menschen die Entscheidung über ihren Renteneintritt. Diese Haltung steht im Gegensatz zu Vorschlägen aus dem SPD-geführten Sozialministerium, die eine Kommission erarbeitet hat.

InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Rentenreform“. Lesen Sie jetzt „Rehlinger und Schweitzer gegen Abschaffung der Rente mit 63“. Die Kritik an der geplanten Abschaffung der "Rente mit 63" innerhalb der SPD wächst. Nach der saarländischen Regierungschefin Anke Rehlinger stemmt sich nun auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer, dagegen.  Im von SPD-Chefin Bärbel Bas geleiteten Sozialministerium wird an der Rentenreform gearbeitet. Laut den zugrundeliegenden Vorschlägen einer Kommission soll die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren abgeschafft werden. Die fünf ostdeutschen Ministerpräsidenten hatten sich bereits dagegengestellt. "Ich lehne den aktuellen Vorschlag an dieser Stelle ab, weil er dem Respekt vor der Lebensleistung von Menschen widerspricht", sagte Rehlinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Sie brachte auch eine Abschwächung des Kommissionsvorschlags ins Spiel - zumindest dürfe eine solche Neuregelung nicht für jene gelten, die anders geplant hätten. "Lebensleistung verdient Anerkennung", sagte Schweitzer der Deutschen Presse-Agentur. "Wer über Jahrzehnte gearbeitet hat - am Fließband, auf dem Bau, in der Pflege oder im Büro - hat sich seine Rente verdient." Wer 45 Beitragsjahre voll habe, müsse selbst über sein Ausscheiden entscheiden können - ohne Abschläge, ohne Rechtfertigungsdruck. "Diese Klarheit sind wir den Menschen schuldig, die dieses Land jeden Tag am Laufen halten. Wer das infrage stellt, verwechselt Sparpolitik mit Gerechtigkeit." © dpa-infocom, dpa:260803-930-479499/1