Nachrichtenpodcast: Wer in Ceuta zurückbleibt, ist minderjährig

Datum03.08.2026 17:10

Quellewww.zeit.de

TLDRIn Ceuta sind nach dem größten Migrantenansturm auf spanisches Territorium vor allem minderjährige Jugendliche zurückgeblieben. Marokko begründet den Vorfall mit Falschinformationen und Schleusern, weist aber jede eigene Verantwortung zurück. In den USA dementiert der Iran Trumps Ankündigung neuer Gespräche. In Deutschland fordern CDU-Ministerpräsidenten sowie SPD-Kollegen die Beibehaltung der "Rente mit 63".

InhaltFast alle Migranten haben Ceuta verlassen. Geblieben sind vor allem Kinder und Jugendliche. Wie geht es ihnen? Und: Trump kündigt Iran-Gespräche an, Teheran dementiert. Die marokkanische Regierung hat sich am Sonntagabend erstmals zu den Ereignissen in der spanischen Exklave Ceuta geäußert. Ein Sprecher des Innenministeriums begründete den Zwischenfall mit Falschinformationen in sozialen Medien und Aktivitäten von Schleusern. Außerdem hätten die Menschen ein spanisches Gerichtsurteil, das die sofortige Rückführung von auf See abgefangenen Migranten verbietet, falsch interpretiert. Gleichzeitig wies Marokko den Vorwurf zurück, den Andrang von Menschen ausgelöst oder geduldet zu haben. Marokko spricht von 40.000 Beteiligten und elf Toten, Spanien von bis zu 60.000 Menschen und mindestens 72 Toten. Mittlerweile sind die meisten Menschen wieder nach Marokko zurückgekehrt. Über die Lage vor Ort und wie es mit den auf Ceuta verbliebenen Migranten weitergeht, berichtet ZEIT-Redakteur Miguel Helm. US-Präsident Donald Trump hatte für den heutigen Montagnachmittag neue Verhandlungen mit dem Iran angekündigt, doch der Iran dementiert und bezeichnete Trumps Aussagen als Lügen. Man verhandle derzeit nicht mit den USA, sondern lediglich mit dem Oman über die Sicherung der Straße von Hormus, hieß es aus Teheran. Zuvor hatte Trump einen für das Wochenende angedrohten Großangriff im letzten Moment abgesagt. Er sagte, das Drängen der US-Verbündeten im Golf und eine kurz bevorstehende Einigung mit dem Iran seien die Gründe dafür. Was hinter den widersprüchlichen Aussagen steckt und ob den USA militärisch die Kapazitäten ausgehen, ordnet der außenpolitische Korrespondent der ZEIT Jörg Lau ein. Die CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fordern, dass die "Rente mit 63" entgegen bisheriger Rentenreformpläne doch nicht abgeschafft wird. Den Vorschlag unterstützt auch die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns, Manuela Schwesig und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, beide von der SPD. Die Reform würde Schwesig zufolge Menschen im Osten stärker treffen, da diese oft früher ins Berufsleben eingestiegen sind und so schneller auf die nötigen 45 Beitragsjahre kommen. Wie aussichtsreich dieser Vorstoß der Länderchefs ist und ob das Festhalten an der Regelung wirtschaftlich sinnvoll ist, ordnet Kolja Rudzio aus dem Wirtschaftsressort ein. Und sonst so? OnlyFans für die Forschung Moderation und Produktion:Azadê Peşmen Redaktion: Hannah Grünewald Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.