Datum03.08.2026 14:18
Quellewww.spiegel.de
TLDRMehrere Waldbrände im US-Bundesstaat Washington haben über 600 Häuser zerstört und Tausende Menschen zur Evakuierung gezwungen. Die Bürgermeisterin von Spokane bezeichnete die Brände als die "schlimmste Naturkatastrophe" der Region. Bislang wurden keine Verletzten oder Toten gemeldet. Über 900 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Feuer, die durch Dürre, hohe Temperaturen und starke Winde angeheizt wurden. Der Gouverneur rief den Waldbrand-Notstand aus.
InhaltWegen mehrerer Waldbrände wurden im US-Bundesstaat Washington Tausende Menschen evakuiert. Die Bürgermeisterin der Stadt Spokane spricht von der "schlimmsten Naturkatastrophe" aller Zeiten in der Region. Drei Brände haben im US-Bundesstaat Washington Behördenangaben zufolge mehr als 600 Häuser und andere Gebäude zerstört. Die Feuer seien die "schlimmste Naturkatastrophe, die unsere Region je erlebt hat", sagte die Bürgermeisterin der Stadt Spokane, Lisa Brown, auf einer Pressekonferenz. Verletzte oder Tote seien bislang nicht gemeldet worden, hieß es. Angesichts des Ausmaßes der Brände könne sich das jedoch ändern, sagte Washingtons demokratischer Gouverneur Bob Ferguson. In den vergangenen Tagen waren rund um die Stadt im Osten des Bundesstaates aus bislang ungeklärter Ursache drei große Brände ausgebrochen. Betroffen ist nach Daten der gemeinnützigen Warn- und Karten-App Watch Duty eine Fläche von mehr als 32 Quadratkilometern. Mehr als 900 Einsatzkräfte kämpften nach Angaben der Behörden am Sonntag gegen die Brände. Für Tausende Menschen in und um Spokane galten Evakuierungsanordnungen. Spokane zählte laut US-Zensus im Jahr 2025 knapp 231.000 Einwohner. Der Bundesstaat Washington liegt im Nordwesten der USA, an der Grenze zu Kanada. Gouverneur Ferguson hatte bereits am Freitag rund 100 Nationalgardisten mobilisiert. Am Samstag rief er dann für Washington wegen der Dürrebedingungen bei zeitgleich hohen Temperaturen und starken Winden den Waldbrand-Notstand aus. Behördenangaben zufolge sind in dem Bundesstaat derzeit mindestens 15 größere Waldbrände auf einer Fläche von mehr als 1000 Quadratkilometern aktiv. Es handle sich um eine "außergewöhnliche" Waldbrandsaison, hieß es. Während Spokane dramatische Tage erlebt, wüten in Europas Süden seit Wochen verheerende Waldbrände. Aktuell sind Wald- und Buschbrände westlich der griechischen Hauptstadt Athen noch nicht unter Kontrolle. In Spanien hat sich die Lage dagegen etwas entspannt, insbesondere die Brände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo, die im Juli die Evakuierung Zehntausender Menschen erforderten, sind inzwischen weitgehend eingedämmt. Die meisten Evakuierungsbefehle und Ausgangsbeschränkungen wurden mittlerweile aufgehoben.