Verkehrsminister Steffen Bilger: Bilger will schnell 500 Milliarden Euro in Infrastruktur investieren

Datum03.08.2026 13:22

Quellewww.zeit.de

TLDRBundesverkehrsminister Steffen Bilger will 500 Milliarden Euro aus einem Sondervermögen zügig in die Verkehrsinfrastruktur investieren. Er betont die Notwendigkeit der Umsetzung dieser Rekordsumme für Straße, Schiene und Wasserstraßen. Bilger sieht in der Einbeziehung privater Partner eine sinnvolle Ergänzung. Als Beispiel nannte er den sechsstreifigen Ausbau der A3 im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft, eines der größten deutschen Infrastrukturprojekte dieser Art.

InhaltDer neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger will die 500 Milliarden Euro Sondervermögen zügig verbauen. Er hält es für sinnvoll, private Partner einzubeziehen. Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat die zügige Umsetzung von Bauprojekten für die Verkehrsinfrastruktur als seine vorrangigste Aufgabe bezeichnet. "Wir haben die höchsten Investitionsmittel aller Zeiten für die Infrastruktur und die müssen umgesetzt werden", sagte Bilger bei der Verkehrsfreigabe eines Autobahnteilstücks der A3 bei Erlangen. "Wir arbeiten am Comeback der Infrastruktur." Es sei eine gewaltige Summe von 500 Milliarden Euro für ein Sondervermögen aufgenommen worden, sagte der Minister. Die Erwartung sei, dass das jetzt in die Umsetzung komme. "Darum werden wir uns kümmern, für die Straße ebenso wie für die Schiene und die Wasserstraße." Die Einbeziehung privater Partner zur Finanzierung und Umsetzung hält Bilger für sinnvoll, es müsse aber ein gesunder Mix entstehen. Der CDU-Politiker nahm als eine seiner ersten offiziellen Amtshandlungen an der Freigabe eines 76 Kilometer langen Autobahnteilstücks zwischen den Kreuzen Fürth/Erlangen und Biebelried teil. In sechs Jahren Bauzeit wurde das Teilstück sechsstreifig ausgebaut. Der Bund hatte 2,8 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Unter anderem wurden Lärmschutzwände installiert, Brücken gebaut und Unterführungen angelegt. Die A3 führt zwischen den Grenzen zu den Niederlanden und zu Österreich quer durch Deutschland und gilt als eine der wichtigsten Verkehrsachsen des Landes. Das Bauprojekt ist das bisher größte deutsche Infrastrukturvorhaben in öffentlich-privater Partnerschaft. Es wurde nach dem sogenannten Verfügbarkeitsprinzip realisiert: Der Bauträger erhält die volle Bausumme aus Steuergeldern nur, wenn die Autobahn auch voll befahrbar und nicht - etwa wegen Ausbesserungsarbeiten - gesperrt ist.