Datum03.08.2026 09:56
Quellewww.zeit.de
TLDRManuela Schwesig (SPD) kritisiert die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Sie betont die starke Betroffenheit Ostdeutscher mit typischen Erwerbsbiografien. Die Ministerpräsidentin fordert, diese Regelung beizubehalten. Die CDU warnt vor dem Aufschnüren der Rentenreform, da dies die gesamte Reform gefährden könnte. Die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sprachen sich ebenfalls gegen die Abschaffung aus.
InhaltManuela Schwesig stellt sich gegen die Abschaffung der abschlagsfreien "Rente mit 63". Besonders viele Menschen im Osten Deutschlands seien davon stark betroffen. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich der Kritik an einer Abschaffung der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte angeschlossen. Der Osten wäre davon angesichts der dort typischen Erwerbsbiografie "sehr stark" betroffen, sagte sie im ZDF-Morgenmagazin. Sie sei "ganz klar" der Meinung, dass die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren bleiben müsse. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig warnte hingegen die Koalitionsparteien davor, das Paket mit Expertenempfehlungen zur Rentenreform wieder aufzuschnüren. "Wenn wir jetzt einen Baustein hier rausziehen, dann fällt im Zweifel das gesamte Haus der Reform zu Boden", sagte Reddig im Deutschlandfunk. Dies gelte sowohl für Forderungen, die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren beizubehalten, als auch für den Wunsch, auf die weitgehende Abschaffung von beitragsfreien Minijobs zu verzichten. Die CDU-Ministerpräsidenten Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens hatten vergangene Woche gefordert, auf die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren zu verzichten. CSU-Chef Markus Söder kritisierte wiederum die Empfehlung der Experten zu Minijobs. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatte die Union aufgefordert, ihre Position zu der Frage zu klären. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.