Datum03.08.2026 09:27
Quellewww.zeit.de
TLDRPaul Seguin von Hertha BSC sieht im Abgang von Leistungsträgern eine Chance für neue Dynamik und individuelle Entwicklung. Trotz des Ziels Platz neun, das vom Geschäftsführer ausgegeben wurde, träumt Seguin vom Aufstieg in die Bundesliga. Als dienstältester Spieler ist er ein Kandidat für das Kapitänsamt. Er blickt auch auf seine eigene schwere Verletzungszeit zurück.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „2. Fußball-Bundesliga“. Lesen Sie jetzt „Herthas Seguin: "Will wieder Bundesliga spielen"“. Im Abgang zahlreicher Leistungsträger bei Hertha BSC sieht Mittelfeld-Boss Paul Seguin auch eine Chance für den Fußball-Zweitligisten. "Wir haben immer noch eine gute Qualität, aber sind in der Breite nicht mehr so stark wie letzte Saison. Das kann aber auch ein Vorteil sein. Dadurch kann sich innerhalb einer Gruppe eine neue Dynamik entwickeln", sagte der 31-Jährige dem Kicker. Einzelne Spieler hätten nun die Chance auf mehr Spielzeit. "Das kann zusätzliche Energie freisetzen. Bei Kevin Sessa spüre ich im Moment, dass er sich super weiterentwickelt. Auf ihn setze ich in dieser Saison", sagte Seguin über seinen Mitspieler im Mittelfeld und berichtete: "Wir sind im Vergleich zum Vorjahr noch enger zusammengerückt." Nach dem Verlust zahlreicher Führungsspieler wie Fabian Reese, Toni Leistner oder Michael Cuisance wird Seguin als Ältester im Kader künftig mehr Verantwortung übernehmen müssen. Vielleicht sogar als Kapitän? Der Mittelfeld-Boss gehört zumindest zu den Favoriten auf die Nachfolge von Reese. "Das entscheidet der Trainer. Ich habe kein Ego-Problem, falls es jemand anderes wird", erklärte Seguin. Während Geschäftsführer Peter Görlich nur Platz neun als Ziel ausgerufen hat, hält Seguin am ganz großen Traum fest. "Ich will wieder Bundesliga spielen. Wenn ich sagen würde, ich will nicht mit Hertha in die Bundesliga, würde ich lügen. Trotzdem müssen alle im Verein und in Berlin akzeptieren: Hertha geht in sein viertes Zweitliga-Jahr. Hertha ist ein Zweitligist und muss so denken und handeln wie einer", stellte der Routinier klar. Als absoluter Wunschspieler von Trainer Stefan Leitl wechselte Seguin im Sommer 2025 an die Spree. Damals verpasste er weite Teile der Vorbereitung und den Saisonstart, weil eine Entzündung der Plantarfaszie monatelang in die Wade ausstrahlte. "Ich hatte Angst um meine Karriere. Das war die schwerste Zeit in meiner Profi-Laufbahn", sagte Seguin rückblickend. © dpa-infocom, dpa:260803-930-476558/1