Künstliche Intelligenz: Verfassungsschutz warnt vor mehr Bedrohung im Cyberraum wegen KI

Datum03.08.2026 09:10

Quellewww.zeit.de

TLDRBundesämter für Verfassungsschutz und Sicherheit erwarten durch KI verstärkte Cyberangriffe. KI senkt Einstiegshürden und ermöglicht skalierbare Angriffe. Führende Modelle können Schwachstellen finden und ausnutzen, was bei sinkenden Hardwarekosten eine wachsende Bedrohung darstellt. Gleichzeitig betonen die Behörden die Notwendigkeit, KI auch für die Cyberabwehr zu nutzen, da sie ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Verteidigungsstrategien sei.

InhaltDie Bundesämter für Verfassungsschutz und Sicherheit rechnen mit mehr Cyberangriffen aufgrund von KI. Gleichzeitig müsse KI stärker für die Verteidigung genutzt werden. Wegen immer leistungsfähigerer KI-Modelle erwarten das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine verschärfte Bedrohungslage im Cyberraum. KI ermögliche Angriffe im großen Stil, zudem würden mithilfe von KI die Einstiegshürden sinken, teilte der Verfassungsschutz dem Handelsblatt mit. Die moderne Technik unterstütze jede Art der Aufklärung, Automatisierung und Skalierung von Cyberoperationen. Auch das BSI rechnet mit einem wachsenden Missbrauch. Die Modelle führender Entwickler hätten im vergangenen Jahr "großes Potenzial im Auffinden von Schwachstellen" gezeigt, sagte ein Sprecher der Zeitung. Zudem könnten die Modelle entdeckte Lücken inzwischen selbst ausnutzen. Bislang führen ein hoher Rechenaufwand und Kosten laut BSI zu einem geringen Nutzen der stärksten Modelle durch Kriminelle. Diese Hürde dürfte jedoch mit günstigerer Hardware sinken. Beide Behörden verweisen jedoch auch darauf, dass KI Vorteile für die Abwehr mit sich bringe. KI sei demnach "nicht nur ein Werkzeug für Angreifer, sondern ebenso ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Verteidigungsstrategien", teilte der Verfassungsschutz mit.