Datum03.08.2026 07:45
Quellewww.spiegel.de
TLDRIn Athen wurde die Leiche einer 38-jährigen Schottin in einem Koffer entdeckt. Ein 26-jähriger afghanischer Staatsbürger wurde verhaftet und gestand den Mord. Er soll die Frau getötet, ihre Leiche verstaut und dann Geld von ihren Konten abgehoben haben. Die griechischen Behörden ermittelten in Zusammenarbeit mit britischen Stellen. Das Motiv ist unklar, die genaue Todesursache wird noch ermittelt.
InhaltNach dem Fund einer Frauenleiche in Athen hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der Mann soll die 38-jährige Schottin getötet, in einem Koffer verstaut und dann Geld von ihren Konten abgehoben haben. Am 18. Juli fand ein Obdachloser in einem baufälligen Gebäude in Athen eine Frauenleiche. Die menschlichen Überreste waren in Stoff eingewickelt und in einem Koffer verstaut worden. Jetzt sind griechische Ermittler der Aufklärung des Mordes an einer 38-jährigen Britin ein Stück näher gekommen. Ein 26-jähriger Mann hat laut Polizeiangaben die Tat gestanden. Gegen den Mann wird wegen vorsätzlichen Mordes, Raubes und Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt. Nach der Tat soll er die Leiche in einem Koffer zu dem Fundort gebracht und anschließend mit den Bankkarten des Opfers mehrfach Geld abgehoben haben. Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Die Ermittler konnten über die Auswertung von Videomaterial und weitere Beweise den 26-Jährigen als mutmaßlichen Täter ausfindig machen. Er wurde am 30. Juli vorgeführt und legte nach Angaben der Polizei nach langen Vernehmungen ein Geständnis ab. Weitere Einzelheiten zum Tatmotiv wurden zunächst nicht bekannt. Die Leiche war im Athener Stadtteil Kypseli gefunden worden. Trotz des fortgeschrittenen Verwesungszustands gelang es, die Frau anhand von Fingerabdrücken zu identifizieren. Wie der britische "Guardian " berichtet, stammt die Frau aus Edinburgh. Elisabeth-Jane Ross, 38, war demnach Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation. Die Tochter eines prominenten schottischen Anwalts war Ende Juni nach Griechenland eingereist und hatte sich zuletzt bis zum 10. Juli bei Bekannten im Raum Piräus aufgehalten. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich dem "Guardian" zufolge um einen afghanischen Staatsbürger. In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung der Polizei hieß es: "Gegen einen 26-jährigen ausländischen Staatsangehörigen wurde ein Strafverfahren wegen vorsätzlichen Mordes, Raubes und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet." In der Wohnung des Tatverdächtigen wurden laut Polizei verschiedene Waffen sichergestellt. Die griechischen Behörden ermittelten in Zusammenarbeit mit der britischen National Crime Agency (NCA) und der schottischen Polizei. An dem Koffer wurden weder Fingerabdrücke noch DNA-Spuren gefunden. Der Täter soll das Handy des Opfers genutzt haben, um ihren Tod zu verschleiern. Laut Polizei wurden irreführende Nachrichten an Verwandte verschickt, in denen die Rede davon war, dass Ross das Bedürfnis habe, allein zu sein. Jetzt soll die genaue Todesursache ermittelt werden. Das britische Außenministerium erklärte: "Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei Elisabeths Familie. Wir leisten konsularische Unterstützung und stehen in Kontakt mit den örtlichen Behörden." Ein Freund der Toten sagte dem "Guardian": "Wir haben einen Engel verloren, einen Engel voller Unschuld und Güte, der nur den Menschen helfen wollte, wo immer er auch hinging."