CSD in Hamburg: Hamburger Einkaufszentrum weist Menschen mit Regenbogenflagge ab

Datum03.08.2026 07:33

Quellewww.zeit.de

TLDRDer Sicherheitsdienst der Hamburger Europa Passage verweigerte am CSD Menschen mit Regenbogenflagge den Zutritt unter Berufung auf das Hausrecht. Betroffene informierten die Polizei, woraufhin das Sicherheitspersonal sein Verhalten änderte. Die Centermanagement bedauerte den Vorfall und betonte, dass alle Besucher willkommen seien. Es gab keine Anweisung, Pride-Symbole zu entfernen. Die Vorkommnisse werden intern aufgearbeitet.

InhaltDer Sicherheitsdienst der Hamburger Europa Passage hat Menschen mit Pride-Symbolen während des CSD den Zutritt verwehrt. Der Leiter der Passage zeigt sich erschüttert. Sicherheitskräfte des Hamburger Einkaufszentrums Europa Passage haben am vergangenen Samstag während des Christopher Street Days (CSD) mehreren Menschen mit Regenbogenflagge den Zutritt verwehrt. Wie die Hamburger Polizei mitteilte, wies der Sicherheitsdienst an zwei Eingängen Menschen mit Pride-Symbol ab oder forderte sie dazu auf, ihre Flaggen einzurollen. Als Begründung hätten sich die Sicherheitskräfte auf das Hausrecht bezogen, sagte ein Polizeisprecher. Betroffene schalteten daraufhin die Polizei ein. Nach Erkenntnissen der Polizei änderten die Sicherheitskräfte infolge des Einschreitens von Beamten ihr Verhalten. Die Hamburger Polizei machte zunächst keine Angaben dazu, wie viele Menschen abgewiesen oder ob wegen der Vorfälle Ermittlungen aufgenommen wurden. Die Leitung des Einkaufszentrums reagiert noch am Sonntag auf eine Anfrage der Hamburger Morgenpost. Karsten Bärschneider, Manager des Zentrums, zeigte sich erschüttert. Vonseiten der Leitung habe es keine Anweisung gegeben, Besucher aufzufordern, Pride-Fahnen abzudecken oder zu entfernen, sagte Bärschneider. "Wir möchten, dass sich alle Besucherinnen und Besucher bei uns willkommen, respektiert und sicher fühlen." Er bedauere die entstandenen Unannehmlichkeiten und den Eindruck, manche Menschen seien nicht willkommen, sagte Bärschneider. "Dies entspricht weder unserem Anspruch noch dem Selbstverständnis der Europa Passage." Die Vorgänge würden nun gemeinsam mit dem Sicherheitsdienst geprüft und aufgearbeitet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.