Datum03.08.2026 07:27
Quellewww.zeit.de
TLDRDonald Trumps Ankündigung neuer Gespräche mit dem Iran hat zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise geführt, trotz zuletzt angespannter Lage im Persischen Golf. Dies folgt auf Trumps Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran und die Bitte Teherans um Verhandlungen, die eine Öffnung der Meerenge und ein Ende der nuklearen Bedrohung zum Ziel haben. Der Brent-Ölpreis fiel um 4,64 Prozent, WTI um 4,74 Prozent. Zuvor waren die Preise infolge von Konflikten und Angriffen auf Schiffe gestiegen.
InhaltDonald Trump hat neue Verhandlungen mit dem Iran angekündigt. Die Ölpreise sind daraufhin deutlich gesunken, obwohl die Lage im Persischen Golf zuletzt angespannt war. Die Aussicht auf eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Ölpreise deutlich fallen lassen. US-Präsident Donald Trump kündigte nach dem vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran neue Gespräche mit Teheran ab Montag an. Der Preis für die Nordseesorte Brent sank daraufhin um 4,08 Dollar oder 4,64 Prozent auf 83,85 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-amerikanische Erdöl WTI wurde um 4,74 Prozent billiger und liegt nun bei 80,66 Dollar für das Barrel. Trump hatte am späten Samstagabend (Ortszeit) mitgeteilt, der Iran und andere Länder im Nahen Osten hätten um Zeit gebeten, um eine Vereinbarung abzuschließen. Diese solle zu einer sofortigen und vollständigen Öffnung der wichtigen Meerenge sowie einem Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran führen. Im vergangenen Monat waren die Ölpreise noch um mehr als 20 Prozent angestiegen. Auslöser waren wiederaufgeflammte Kämpfe zwischen den USA und dem Iran sowie Angriffe auf mehrere Schiffe im Golf von Oman, die Reedereien aus der Region abschreckten. Auch am Wochenende blieb die Lage angespannt. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldete seit Samstag drei weitere Angriffe auf Tanker, wodurch sich der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus Schifffahrtsdaten zufolge weiter verlangsamte. Die Ölpreise waren zuletzt zusätzlich durch die Allianz Opec+ der erdölexportierenden Länder unter Druck geraten. Diese beschlossen am Sonntag eine Erhöhung der Förderquote um rund 188.000 Barrel pro Tag ab September.