Datum03.08.2026 07:32
Quellewww.spiegel.de
TLDRDie Nachfrage nach Elektroautos steigt, was dazu führt, dass Hersteller die Rabatte reduzieren. Laut einer CAR-Studie erhielten Käufer im Juli durchschnittlich 17,6 % Nachlass auf Elektroautos, während Verbrenner 19,4 % erhielten. Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer begründet dies mit der Attraktivität von E-Autos durch hohe Spritpreise und Förderprämien. Die freiwerdenden Mittel investieren Hersteller in die Verkaufsförderung von Verbrennern, deren Rabatte gestiegen sind. Dadurch vergrößert sich die Preisdifferenz zwischen den meistverkauften E-Autos und Verbrennern.
InhaltDie Nachfrage nach Elektroautos wächst. So gut, dass Kaufanreize offenbar überflüssig werden. Die Hersteller jedenfalls knausern zunehmend mit Rabatten. Die Autoindustrie hat einer Studie zufolge im Juli die Preisnachlässe für Elektroautos erneut gekappt. Neuwagenkäufer können noch auf 17,6 Prozent Rabatt auf den Listenpreis rechnen, wie die regelmäßige Marktstudie des privaten Center Automotive Research (CAR) ergab. Bei Verbrennermodellen werde hingegen ein höherer durchschnittlicher Preisnachlass von 19,4 Prozent gewährt. CAR-Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer erklärt die Entwicklung aus dem derzeit günstigen Marktumfeld für Elektroautos. Sie seien wegen der hohen Spritpreise und staatlicher Förderprämien attraktiv und eroberten Marktanteile. Eine zusätzliche Verkaufsförderung erscheine aus Sicht der Hersteller nicht notwendig. Hersteller und Handel steckten die frei werdenden Mittel eher in die Verkaufsförderung für die Verbrennermodelle. Deren Rabatte seien innerhalb eines Monats um einen Prozentpunkt gestiegen. In der Folge wachse die Differenz beim Anschaffungspreis zwischen den meistverkauften Elektroautos und den beliebtesten Verbrennermodellen auf nunmehr 2363 Euro. Noch im Dezember 2025 hatte der Preisunterschied gut 1000 Euro weniger betragen.