Datum03.08.2026 04:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDie Zahl neugegründeter Unternehmen in Niedersachsen ist 2023 stark gestiegen und erreichte über 71.000 – ein Zehnjahreshoch. Das Landesamt für Statistik verzeichnete einen Nettozuwachs von rund 16.000 Unternehmen. Dies signalisiert eine hohe Gründungsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft, angetrieben durch Digitalisierung und neue Konsumformen. Allerdings belasten schwache Konjunktur, Kostensteigerungen und Bürokratie die Situation.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Neue Daten“. Lesen Sie jetzt „Zahl neuer Unternehmen in Niedersachsen wächst deutlich“. Die Zahl der neuen Unternehmen in Niedersachsen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen - zuletzt sogar wieder stärker als in Vorjahren. Das geht aus Zahlen des Landesamtes für Statistik hervor. Rund 16.000 mehr neue Unternehmen gab es demnach im vergangenen Jahr als Abmeldungen von Unternehmen. In den vergangenen zehn Jahren lag die Zahl der neuen Unternehmen immer über jener der Unternehmensschließungen, wie aus den Zahlen hervorgeht. Besonders groß war die Differenz während der Corona-Jahre. Das lag vor allem an weniger Unternehmensschließungen. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der neuen Firmen auch konstant und merklich gestiegen, während die Zahl der Abmeldungen bei Firmen nur geringfügig zugenommen hat. Zuletzt gab es im vergangenen Jahr einen deutlichen Sprung auf mehr als 71.000 neue Firmen im Bundesland - Höchstwert der vergangenen zehn Jahre. Im laufenden Jahr könnte der Wert noch einmal steigen. Zahlen aus dem Reisegewerbe fließen in die Statistik den Angaben nach nicht ein. Neue Unternehmen sind zudem nicht nur Neugründungen, sondern können etwa auch Betriebe sein, die aus anderen Bundesländern nach Niedersachsen ziehen, erklärte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Auch Übernahmen spielen eine Rolle in der Statistik. Das betrifft auch Firmenabmeldungen. Rund 84 Prozent der neuen Unternehmen waren laut dem Ministerium 2025 Neugründungen und rund 82 der Abmeldungen komplette Betriebsaufgaben. Die Entwicklung "spricht grundsätzlich für eine weiterhin vorhandene Gründungsbereitschaft und die Anpassungsfähigkeit der niedersächsischen Wirtschaft", hieß es dazu aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium. Neue Geschäftsmöglichkeiten durch die Digitalisierung und veränderte Konsum- sowie Arbeitsformen seien dabei unter anderem Treiber der Entwicklung. Das Ministerium warnte aber auch vor zunehmenden Belastungen, die Unternehmensgründungen erschweren. Dazu zählten die schwache Konjunktur, gestiegene Kosten für Energie oder Personal, der Mangel an Arbeits- und Fachkräften sowie die Bürokratie und die in Teilen unsichere Lage der Weltwirtschaft und Geopolitik. Alls das könne Planungen und Entscheidungen zu Neugründungen verzögern oder komplett verhindern. © dpa-infocom, dpa:260803-930-475776/1