Datum03.08.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRMehrere Kommunen in Hessen, darunter Marburg und Hanau, haben ein Nachtfahrverbot für Mähroboter eingeführt, um Igel zu schützen. Diese Kleintiere sind häufig Opfer der Geräte, die nachts, wenn Igel auf Nahrungssuche sind, aktiv sind. Die Roboter erkennen die Tiere oft nicht und verletzen oder töten sie. Naturschützer fordern ein grundsätzliches Verbot während der Dämmerung und Nacht.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Verletzte und getötete Tiere“. Lesen Sie jetzt „Nachtfahrverbot für Mähroboter soll Igel schützen“. Mähroboter sind für Igel und andere Kleintiere eine tödliche Gefahr, besonders, wenn sie in der Nacht zum Einsatz kommen. In Hessen haben deshalb mehrere Kommunen ein Nachtfahrverbot für die Geräte eingeführt, darunter die Städte Marburg und Hanau sowie die Landkreise Gießen und Kassel. Dort dürfen die Mähroboter zwischen einer halben Stunde vor Sonnenuntergang und einer halben Stunde nach Sonnenaufgang nicht mehr eingesetzt werden. So sollen Igel, die in der Roten Liste der Säugetiere Hessens seit 2023 auf der Vorwarnliste geführt werden, besser geschützt werden. Der BUND Hessen setzt sich für ein grundsätzliches Nachtfahrverbot ein. "Wir möchten, dass diese Geräte in der Nacht und in der Dämmerung einfach gar nicht eingeschaltet werden dürfen", erklärte Naturschutzreferentin Josephin Bruhn. Igel seien oft in privaten Gärten zu finden, da sie dort gute Bedingungen und Nahrung vorfänden. "Das Problem mit Mährobotern besteht darin, dass sie oft nachts betrieben werden, wenn die dämmerungs- und nachtaktiven Igel auf Nahrungssuche sind." Da die Geräte häufig keine geeignete Sensorik hätten, um Tiere zu erkennen, würden sie diese schwer verletzen oder töten. © dpa-infocom, dpa:260803-930-475587/1