Datum03.08.2026 03:30
Quellewww.zeit.de
TLDRDrei Brüder stehen in Berlin wegen Mordes vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft vermutet "Blutrache" für den Tod eines Cousins der Angeklagten im Juli 2025. Die Tat soll eine Vergeltung für eine Messerattacke sein, deren Hintergründe unklar sind. Zwei Brüder sollen das Opfer, einen 44-Jährigen, erschossen und das Fluchtauto angezündet haben. Ein weiterer Bruder ist wegen Brandstiftung angeklagt. Alle Angeklagten sind türkische Staatsbürger kurdischer Herkunft.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Tödliche Schüsse“. Lesen Sie jetzt „Tod von Cousin gerächt? Brüder nach Schüssen vor Gericht“. Nach tödlichen Schüssen auf einen 44-Jährigen in Berlin-Weißensee kommen drei Brüder am Montag (9.30 Uhr) auf die Anklagebank. Die Staatsanwaltschaft geht von "Blutrache" aus. Der Angriff soll eine Vergeltung für den Tod eines 31-jährigen Cousins der türkischen Angeklagten sein. Zwei 32- und 25-Jährigen wird vor dem Landgericht Berlin unter anderem Mord zur Last gelegt. Dem 32-Jährigen wird zudem eine Brandstiftung vorgeworfen, die er gemeinsam mit seinem 23-jährigen Bruder begangen haben soll. Die beiden älteren Angeklagten sollen den 44-Jährigen am Morgen des 31. Januar dieses Jahres vor seiner Wohnung abgepasst und aus einem Auto heraus mehrere Schüsse abgefeuert haben. Der Familienvater starb auf dem Fahrersitz seines Transporters. Nach der Tat hätten zwei der Angeklagten das mutmaßliche Fluchtauto angezündet, um Spuren zu vernichten. Der Cousin der Angeklagten war im Juli 2025 durch eine Messerattacke getötet worden, als 40 bis 60 Menschen vor einem Lokal aufeinander losgingen. Die konkreten Hintergründe dafür seien bis heute unklar. Für den Prozess gegen die Brüder sind bislang 19 Tage bis November 2026 geplant. Alle Beteiligten haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft die türkische Staatsangehörigkeit. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich um Kurden, die aus dem Südosten der Türkei an der Grenze zu Syrien kommen und unterschiedlich lange in Deutschland leben. Keiner der Männer ist vorbestraft. © dpa-infocom, dpa:260803-930-475615/1