Friedrich Merz: CSU-Chef Markus Söder lobt Kanzler als »sehr, sehr stabil und stark«

Datum02.08.2026 20:38

Quellewww.spiegel.de

TLDRCSU-Chef Markus Söder stärkt dem CDU-Kanzler Friedrich Merz den Rücken und bezeichnet ihn als "sehr, sehr stabil und stark". Söder warnt vor Neuwahlen, die die Union durcheinanderbringen und Radikale an die Macht bringen könnten. Er räumt ein, dass es Kabinettsumbauten und schlechte Umfragewerte gibt, sieht aber keinen Grund zur Sorge für Merz' Kanzlerschaft. Söder plädiert für Geschlossenheit und konzentrierte Politikumsetzung statt Spekulation.

InhaltIn der Union zeichnet sich ein Autoritätsverlust des Kanzlers ab. Nun springt ihm CSU-Chef Markus Söder zur Seite. Er warnt die eigenen Leute vor Neuwahlen. CSU-Parteichef Markus Söder gibt sich überzeugt, dass die Kanzlerschaft von Friedrich Merz (CDU) nicht in Gefahr ist. Merz sei "sehr, sehr stabil und stark", sagte der bayerische Ministerpräsident im ARD-Sommerinterview . "Ich bin fest überzeugt, dass Friedrich Merz der Kanzler bleibt", fügte Söder hinzu. Mit Blick auf den Kabinettsumbau und die Hängepartie um den Posten des Bundesverkehrsministers sagte der CSU-Politiker, dies sei eine "Episode dazwischen". Die Bundesregierung stehe seiner Meinung nach "sehr, sehr gut", so Söder. Es brauche jetzt Geschlossenheit, Stringenz und Konsequenz in der Umsetzung der Politik. "Bei uns in Deutschland wird unendlich viel gequatscht", kritisierte Söder. Der Hintergrund von Söders Solidaritätsbekundungen mit dem Kanzler sind Anzeichen, dass Merz in seiner eigenen Partei die Revolte droht . Es sind gleich mehrere Faktoren, die zu einem Autoritätsverlust des Kanzlers beitragen. So wird im September in Sachsen-Anhalt, in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Die Umfragen deuten für die CDU auf ein schlechtes Abschneiden hin . Auch die Umfragewerte für die Bundesregierung waren zuletzt schlecht. Innerhalb der CDU gibt es zudem Frust über den chaotischen Umbau  in Kabinett und Fraktion. Ein Szenario, das kursiert: Schon nach den Landtagswahlen im Osten könnte die Kanzlerschaft von Merz enden. (Zu den Hintergründen des Autoritätsverlusts des Kanzlers lesen Sie hier die SPIEGEL-Titelstory.) "Es würde die Union völlig durcheinanderbringen", warnte Söder mit Blick auf ein mögliches Ende der Kanzlerschaft von Merz. Dies könne sogar zu Neuwahlen führen. Jeder der "nach so einem Vorlauf" Neuwahlen wolle, "der befördert nur eins: Radikale an die Macht", warnte Söder. Deshalb rate er allen, "sich aufs Arbeiten zu konzentrieren und weniger ans Spekulieren im Hintergrund".