Datum02.08.2026 20:34
Quellewww.zeit.de
TLDRDas musikalische Duo Alice Merton und Alexander Wolfe erhielt den Mario-Adorf-Preis für ihre Komposition und Darbietung des Soundtracks zur Nibelungen-Festspiel-Inszenierung "Die Hunnenkönigin". Die Auszeichnung, verbunden mit 10.000 Euro, würdigt ihre Leistung, die als zentral für das Narrativ des Stücks hervorgehoben wurde. Die Festspiele, die mit dem ausverkauften Stück "Die Hunnenkönigin" erfolgreich zu Ende gingen, ehren mit diesem Preis künstlerische Leistungen.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Alle Aufführungen ausverkauft“. Lesen Sie jetzt „Mario-Adorf-Preis für musikalisches Duo der "Hunnenkönigin"“. Mit einer hohen Auszeichnung für Sängerin Alice Merton und Gitarrist Alexander Wolfe ist die Saison der Nibelungen-Festspiele zu Ende gegangen. Die beiden Musiker erhielten in Worms den Mario-Adorf-Preis. Das Kuratorium würdigte damit ihre Liveauftritte bei der diesjährigen Inszenierung "Die Hunnenkönigin". Der Preis ist mit 10.000 Euro sowie jeweils einer gläsernen Stele mit Drachen-Motiv verbunden. Merton ("No Roots") und Wolfe hatten den Soundtrack für die Aufführung komponiert und allabendlich auf der Bühne intoniert. Die Musik sei "nicht Begleitmusik", sondern die Vertonung des Narrativs des Abends, sagte Kuratoriumsmitglied Karl-Rudolf Korte bei der Preisverleihung. "Gefühle machen Geschichte. Gefühle ändern Geschichte." Die Jury besteht aus 14 Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien. Mit "Die Hunnenkönigin" ging am Sonntag eine nach Angaben der Veranstalter erfolgreiche Saison zu Ende. Rund 24.000 Menschen besuchten die 16 Vorstellungen vor dem Kaiserdom. Alle Aufführungen waren ausverkauft. Das Stück der Londoner Theatercompagnie Les Enfants Terribles erzählt von Kriemhild, gespielt von Maria Drăguș, und ihrer Entwicklung von der verkauften Prinzessin von Burgund zur mächtigsten Frau des Kontinents. Die Songs von Merton und Wolfe gaben der Aufführung einen eigenen musikalischen Rahmen. Schauspieler Mario Adorf war Mitbegründer der Festspiele. Der nach ihm benannte Preis wird seit 2018 vergeben. Adorf ("Der große Bellheim") war im April im Alter von 95 Jahren gestorben. Die Auszeichnung solle auch beitragen, Adorfs Namen eng mit den Festspielen zu verbinden, sagte Preisstifterin Ilse Lang. Mit dem Preis werden traditionell künstlerische Leistungen gewürdigt. Die nächste Ausgabe der Festspiele unter der Intendanz von Nico Hofmann findet vom 9. bis 25. Juli 2027 statt. © dpa-infocom, dpa:260802-930-475217/1