Datum02.08.2026 17:35
Quellewww.zeit.de
TLDRMarkus Söder warnt vor dem Scheitern des Rentenpakets, sollte die abschlagsfreie Rente mit 63 abgeschafft werden. Er kritisiert CDU-Ministerpräsidenten, die diese Regelung verteidigen, da sich alle Parteien zuvor auf die Reformen geeinigt hätten. Söder betont die Notwendigkeit langfristiger Antworten auf die demografische Entwicklung und sieht die Rentenkommission als wichtigen Schritt. Zudem unterstreicht er die Notwendigkeit einer Anhebung der Arbeitszeit zur Sicherung des Wohlstands.
InhaltDer CSU-Chef verteidigt das Rentenpaket und zeigt sich überrascht, dass CDU-Ministerpräsidenten daran rütteln. Alle Parteien hätten sich zuvor auf die Reformen geeinigt. CSU-Chef Markus Söder hat in der Debatte um die abschlagsfreie Rente mit 63 vor einem Scheitern der gesamten Rentenreform gewarnt. "In der Sache muss man aufpassen, dass man da nicht hier das ganze Rentenpaket aufschnürt, denn sonst am Ende werden wir für diese wichtige Lebensfrage der demografischen Entwicklung keine Antwort haben", sagte der bayerische Ministerpräsident im ARD-Sommerinterview. Es brauche eine langfristige Antwort auf die Herausforderung der Demografie. Die Rentenreformkommission habe in dieser Frage gute Arbeit geleistet. Der Vorstoß der drei CDU-Ministerpräsidenten aus dem Osten überrasche ihn nicht nur, weil das Paket schon vor etlichen Wochen auf den Weg gebracht worden sei, sagte Söder. Überraschend sei dies, weil es eine große Rentenreform gebe "mit einer wirklichen Reformkommission, die, glaube ich, für alle Generationen auch einen sehr langfristigen Rentenfrieden vorbereitet hat". Alle Parteien hätten sofort und mehrfach gesagt, dass sie die Vorschläge übernehmen wollten, sagte Söder mit Blick auf die Regierungsparteien. Zugleich unterstrich der CSU-Chef, dass eine Anhebung der Arbeitszeit in Deutschland nötig sei, um den Wohlstand im Land zu sichern. "Wir werden nicht mit weniger Arbeit in Deutschland am Ende erfolgreich sein." Die CDU-Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (Sachsen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Mario Voigt (Thüringen) hatten sich zuvor offen gegen die Empfehlung der Rentenkommission gestellt. In einem Brief an die Bundesregierung verteidigten sie die abschlagsfreie "Rente mit 63". Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.