Datum02.08.2026 14:45
Quellewww.zeit.de
TLDRDer Abriss einer maroden Brücke über die A14 bei Grimma verlief schneller als geplant. Die Autobahn, die seit Freitagabend gesperrt war, könnte noch am Sonntag wieder für den Verkehr freigegeben werden, statt wie ursprünglich geplant bis Montagmorgen. Die Brücke wies einen kritischen Zustand auf. Neben dieser Brücke stehen zehn weitere aus den 1970er Jahren entlang der A14 unter besonderer Beobachtung, da sie ähnlichen Spannstahl wie die eingestürzte Carolabrücke enthalten.
InhaltHier finden Sie Informationen zu dem Thema „Marode Brücken“. Lesen Sie jetzt „Brückenabriss schneller als gedacht - A14 bald wieder frei“. Der Abriss einer beschädigten Brücke über die Autobahn 14 bei Grimma im Landkreis Leipzig ist schneller vorangegangen als geplant. Die seit Freitagabend andauernde Vollsperrung der Autobahn könne deswegen voraussichtlich noch am Sonntag aufgehoben werden, teilte die Autobahn GmbH des Bundes mit. Ursprünglich sollte die Strecke bis Montagmorgen dicht sein. Die Straßenverwaltung will informieren, sobald die Fahrt wieder frei ist. Abgerissen wurde das sogenannte Überführungsbauwerk "21Ü2", eine Brücke über die Autobahn zwischen den Ortschaften Grottewitz und Würschwitz. Eine Sonderprüfung hatte einen kritischen Zustand des Bauwerks ergeben. Der Rückbau kostet nach Angaben der Autobahn GmbH rund 700.000 Euro. Bis 2028 soll für rund drei Millionen Euro ein neues Überführungsbauwerk errichtet werden. Entlang der Autobahn 14 stehen zwischen Leipzig und Nossen noch zehn weitere Brücken unter besonderer Beobachtung. Sie stammen aus den Baujahren 1969 bis 1972 und enthalten Hennigsdorfer Spannstahl, der beim Einsturz der Carolabrücke in Dresden eine Rolle gespielt hat. Die Brücken werden überwacht, um Verschlechterungen des Zustandes schnell zu bemerken. © dpa-infocom, dpa:260802-930-474360/1